Geldanlage

Warum Sie für Ihre Aktienanlage nicht nur in Deutschland investieren sollten

Warum Sie für Ihre Aktienanlage nicht nur in Deutschland investieren sollten
geschrieben von Jörgen Erichsen

Viele Aktionäre kaufen vor allem Aktien von deutschen Firmen, weil sie der Auffassung sind, dass sie sich selbst und natürlich auch die ausgewählten Unternehmen in Deutschland besonders gut auskennen. Wer ausschließlich so handelt, vergibt allerdings enorme Gewinnchancen.

Deutschland ist ein Land, in dem es keine ausgeprägte Aktienkultur gibt. Vielen Privatpersonen ist das Risiko, das mit dem Erwerb von Aktien verbunden ist, schlichtweg zu groß. Sie setzen lieber auf Bewährtes und Sicheres, etwa Sparkonten, Festgelder, Lebensversicherungen oder Anleihen.

Traditionelle Anlageformen werfen nicht genug Gewinn ab

Die Aktionäre übersehen dabei, dass diese Anlageformen seit geraumer Zeit meist noch nicht einmal so viele Zinsen oder Renditen abwerfen, um die Inflation auszugleichen. Sie "erwirtschaften" mit den genannten Sparformen daher echte Verluste und verlieren einen Teil ihrer Ersparnisse.

Und wer sich unter diesen Vorzeichen dann doch dafür entscheidet, nach Aktien zu sehen, schaut dabei wieder nur oder überwiegend nach Deutschland. Hintergrund ist häufig, dass man glaubt, sich im Land besonders gut auszukennen und die Unternehmen gut einschätzen zu können. Wer so handelt, vergibt die Chancen, durch den Kauf von Auslandsaktien höhere Gewinne zu erzielen.

Sitz eines Unternehmens sollte nur untergeordnete Rolle spielen

Die Nationalität bzw. der Sitz eines Unternehmens sollte bei einer Anlageentscheidung keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ohnehin erzielen die meisten börsennotierten Firmen in Deutschland inzwischen einen großen Teil ihrer Umsätze und ihres Gewinns im Ausland.

Aber unter langfristigen Gesichtspunkten spricht noch ein anderer Grund dagegen, sich vor allem für Unternehmen aus Deutschland zu entscheiden: In Bezug auf Kurs- und Gewinnentwicklung sowie Dividendensteigerungsrate bzw. Zahlungskontinuität sind viele ausländische Konzerne erheblich besser als deutsche Betriebe.

Deutsche Kurse entwickeln sich rückläufig

Wer die Aktienkursentwicklung vieler großer deutscher Unternehmen über einen Zeitraum von 15-20 Jahren analysiert, wird feststellen, dass die Kurse nicht nur erheblich schwanken, sondern sich zum Teil auch rückläufig entwickeln. Gleiches gilt für die Gewinnentwicklung und die Dividendenzahlungen. Gewinnhöhe und Dividendenzahlungen schwanken bei vielen deutschen Unternehmen stark. Von Kontinuität ist häufig wenig zu spüren.

Läuft es in einem Jahr mal nicht so gut, wird die Dividende unter Umständen ganz gestrichen. In diesem Jahr haben u.a. die Stromkonzerne oder Kali und Salz die Dividendenzahlungen erheblich reduziert.

Bei ausländischen Konzernen steigen die Kurse

Anders als bei vielen ausländischen Konzernen, insbesondere aus den USA, Großbritannien, Kanada oder auch der Schweiz. Dort finden sich viele Unternehmen, deren Kurse und Gewinne über Zeiträume von Jahren und Jahrzehnten steigen; ebenso wie die Dividendenzahlungen. Dividendenkontinuität ist in diesen Ländern besonders wichtig, um auch das Vertrauen der Anleger zu bekommen und zu erhalten.

Auch in Zeiten, in denen es unter Umständen (vorübergehend) einmal nicht so gut läuft, werden meist Dividenden gezahlt. Daher ist es für Anleger, die langfristig in Aktien investieren wollen, auch so wichtig, sich anzusehen, wie sich die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens über einen langen Zeitraum entwickelt hat. Gleiches gilt für Gewinnwachstum und Dividendenentwicklung. Hier haben viele ausländische Betriebe erhebliche Vorteile gegenüber deutschen Unternehmen.

Wer zahlt Dividenden?

Wer sich hierüber ein erstes Bild machen möchte, kann sich auf der Seite www.mydividends.de die Übersicht mit Unternehmen, die schon seit 50 und mehr Jahren Dividenden zahlen und die Zahlungen auch steigern, herunterladen. Deutsche Firmen finden sich kaum darunter.

Und auch das Argument, es sei leichter, etwas über die Aktivitäten deutscher Firmen zu erfahren, zählt im Internetzeitalter nicht mehr. Schließlich halten alle börsennotierten Unternehmen auf ihrer Homepage ausführliche Informationen für Aktionäre und potenzielle Investoren bereit.

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Jörgen Erichsen

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