Staatsanleihen: Worauf müssen Sie bei einer Investition achten?

Staatsanleihen sind nicht so schlecht, wie ihr Ruf.

Staatsanleihen sind aus bekannten Gründen seit einiger Zeit nicht mehr aus der täglichen Berichterstattung wegzudenken. Jedoch ist die teils sehr allgemeine Verurteilung dieser Anlageoption nicht immer gerechtfertigt. Was sind diese Papiere genau, und worin können Chancen und Risiken bestehen?

Richtig bekannt geworden in der breiten Öffentlichkeit sind Staatsanleihen in Deutschland durch die Eurokrise. Wir werden aber diesen Papieren nicht gerecht, wenn wir nicht auch in andere Währungsräume außerhalb des Euros und auf sichere Euroländer blicken.

Was sind Staatsanleihen

Grundsätzlich sind Staatsanleihen zu unterscheiden nach den Emittenten der Papiere und deren Risiko. In den angestammten Industrieländern galt bis zur Entstehung der Eurokrise, dass das Risiko relativ gering ist und daher auch die Verzinsung auf einem entsprechend geringen Niveau gehalten wird.

Im Rahmen der Eurokrise hat es in dem Bereich auf dem alten Kontinent Verwerfungen gegeben, auf die in einem anderen Beitrag noch eingegangen wird. Sichere große Volkswirtschaften wie die der USA und Japan ergeben gleichfalls nur eine niedrige Verzinsung mit ihren Anleihen, da von einer ziemlich sicheren Rückzahlung der geliehenen Gelder ausgegangen werden kann.

Auch die Zinszahlung kann als gesichert betrachtet werden. Gleiches gilt für die stabilen Euroländer, wie Deutschland, Österreich und die Niederlande.

Staatsanleihen außerhalb Europas

In den letzten Jahren hat sich eine Art Mittelschicht bei Staatsanleihen herauskristallisiert. Dort finden sich die Schwellenländer, die auf dem Weg zu einer Industrienation sind. Einige Staaten, wie Brasilien und Mexiko, klopfen bereits an die Tür. Sie bieten inzwischen eine ordentliche Sicherheit der Anlagen, und zahlen dafür weniger Zinsen an die Geldgeber.

Es gibt aber natürlich auch noch Länder außerhalb des Euroraums, die mit ihren Staatsfinanzen zu kämpfen haben. Hier ist das Risiko der Rückzahlung der Staatsanleihen ungleich größer, dafür ist die verbriefte Zinszahlung auch höher. Wenn sie denn ausgezahlt wird.

Der Anleger muss zudem auf die Währung achten. Anleihen im Schweizer Franken oder japanischen Yen können als stabiler angesehen werden als andere in asiatischen Randwährungen. Es können daher im Währungsbereich Risiken, aber auch Chancen stecken. Der Bereich sollte dem Anleger sehr gut bekannt sein, bevor eine Staatsanleihe in einer Fremdwährung als Anlage in Betracht gezogen wird.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2012
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