Geldanlage

Sind Emerging Markets auch für Kleinanleger geeignet?

Das 21. Jahrhundert wird von vielen Personen als Jahrhundert der Schwellenländer bezeichnet. In Schwellenländern befinden sich die meisten Emerging Markets, welche von hohem Interesse für Kleinanleger sind.

Die aufstrebenden Märkte bieten verschiedene Vor- und Nachteile, die wir Ihnen in diesem Artikel erläutern.

Emerging Markets und Kleinanleger

Der Ausdruck Emerging Markets wird vornehmlich im Finanz- und Börsenbereich verwendet und steht für aufstrebende Märkte. Solche Märkte sind vorrangig in Staaten der Zweiten Welt zu finden. Diese sind zwar noch als Entwicklungsländer zu betrachten, können jedoch einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnen. Es ist abzusehen, dass diese Staaten in wenigen Jahren bzw. Jahrzehnten zu bedeutenden Industriestaaten werden können.

Die wichtigsten Staaten sind Brasilien, Russland, Indien, China, Mexiko, die Türkei sowie Südafrika und Malaysia. Kleinanleger fungieren als Kapitalmarktakteure und investieren mit verhältnismäßig geringen Geldsummen. Die Investitionen von Kleinanlegern werden zumeist gebündelt, sodass von den Vorteilen profitiert werden kann, die große Investitionen mit sich bringen. Die hohen Wachstumsraten in Schwellenländern machen die dortigen Märkte für Großinvestoren interessant. Kleinanleger nehmen die Schwellenländer seit 2011 wahr, sodass Staaten wie China den massiven Devisenzufluss sogar begrenzen musste, damit die nationale Wirtschaft nicht gefährdet und die Inflationsrate in Grenzen gehalten wird.

Vor- und Nachteile von Emerging Markets

Im Jahr 2013 kam es auf den Märkten vieler Schwellenländer zu teils drastischen Einbrüchen. Es fand von Seiten der Kleinanleger eine wahre Kapitalflucht statt. Amerikanische Wirtschaftsblätter sprachen von "Stampede" – ein Wort, mit dem das Fluchtverhalten von Büffelherden bezeichnet wird, welche in ihrer Panik nicht mehr zu bremsen sind. Aktuell sind viele Kleinanleger verängstigt, was aber nicht auf wirtschaftlicher Vernunft, sondern eher auf Unwissen beruht.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer ist in den vergangenen Jahrzehnten äußerst erfolgreich verlaufen. Die Wachstumsraten lagen in den vergangenen Jahren – ganz im Gegensatz zu denen der Industrienationen – oftmals über zehn Prozent. Die wirtschaftlichen Einbrüche im Jahr 2013 wurden schon nach ein bis zwei Quartalen verkraftet, sodass die Märkte besser da stehen als zuvor. Die Euro-Krise, durch welche die westlichen Industriestaaten hart getroffen wurden, hat die Schwellenländer praktisch überhaupt nicht tangiert.

Starkes Wachstum in Emerging Markets

Emerging Markets sind für Kleinanleger äußerst geeignet. Natürlich existieren wie bei jeder Investition Risiken, weshalb eine breite Streuung der Investitionen von Vorteil ist. In aufstrebenden Emerging Markets ist ein starker Wachstumswille vorhanden, der nach wie vor ungebrochen ist. Eigeninitiative und blühendes Unternehmertum sowie der Wille, sich auf eine Ebene mit den Industrienationen zu begeben, sind der Wachstumsmotor von Schwellenländern. Dieser Wille wird nicht nur vom Staat, sondern auch von dessen Bevölkerung mitgetragen. Selbst wenn kurzfristige Einbrüche auftreten, sind diese schnell verkraftet. Viele Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren ihre Exporte gesteigert, was in naher Zukunft zu einem enormen Anstieg der Unternehmensgewinne führen wird. Für Kleinanleger sind Emerging Markets nach wie vor geeignete Investitionsobjekte.

Die stabilen Aufwärtsentwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Dennoch sollte auf eine langfristige Perspektive geachtet werden. Die Renditechancen sind ansehnlich und kaum mit solchen in Industrienationen vergleichbar. Bei kurzfristigen Einbrüchen sollte nicht in Panik verfallen werden.

Politische Risiken in Schwellenländern

In Emerging Markets bestehen natürlich – wie überall – gewisse Risiken. Dazu gehören Unwägbarkeiten auf politischer Ebene, die jedoch nicht überbewertet werden sollten. Russland bietet aufgrund des Konflikts mit den USA und Europa Grund zur Sorge. Gleiches gilt für Brasilien, wo die Regierung nicht immer positive wirtschaftliche Maßnahmen ergreift. Bekannt wurden diese Vorgänge erst im Zuge der Fußball-WM – bestanden haben sie jedoch schon bevor – die wirtschaftliche Entwicklung wurde hierdurch nicht gebremst. Die "Stampede" der Kleininvestoren ist nicht ohne Folgen geblieben: Aktuell sind viele Unternehmen unterbewertet und äußerst günstig zu haben. Heutige Investitionen können in wenigen Jahren extrem wertvoll sein, wodurch die Rendite "durch die Decke" schießt. Die Investition in Emerging Markets ist für Kleinanleger daher nach wie vor von besonderem Interesse.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.