Rendite mit ETFs in der aktuellen Niedrigzinsphase erzielen

Der folgende Artikel zeigt Ihnen die Vorteile von ETFs in der aktuellen Niedrigzinsphase.

Viele Deutsche haben ihr Geld auf Spar-, Tagesgeld- und Festgeldkonten angelegt. Doch gibt es derzeit und bis auf Weiteres kaum Zinsen aufs Guthaben. Ein Ausweg sind Aktien-ETFs auf breit anlegende Indexfonds (ETFs). Ein Index, der dafür infrage kommt, ist beispielsweise der MSCI World Index.

Der folgende Artikel zeigt Ihnen, wie Sie die aktuelle Niedrigzinsphase optimal ausnutzen.

Mit ETFs breit in ganze Märkte investieren

Börsengehandelte Indexfonds bzw. Exchange Traded Funds (ETFs) investieren in ganze Märkte. Dabei bilden sie einen bestimmten Börsenindex nach, wobei es unterschiedliche Methoden der Indexnachbildung gibt.

ETFs sind vielen Anlegern noch wenig bekannt, denn es gibt sie in Deutschland erst seit dem Jahr 2000 und Banker und Finanzberater verkaufen lieber aktiv gemanagte Fonds mit einem Ausgabeaufschlag und laufenden Verwaltungskosten von ca. 1,5 Prozent p. a.

ETFs dagegen werden an der Börse gehandelt, kosten keinen Ausgabeaufschlag und haben im Schnitt Verwaltungskosten von nur 0,4 Prozent p. a. Allein an der Frankfurter Börse sind rund 1.100 verschiedene ETFs gelistet. Dabei gibt es ETFs mittlerweile für alle möglichen Börsenindizes. Im einzelnen für Indizes auf

  • Aktien
  • Renten
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Währungen
  • Short- und Leveraged Indizes
  • Geldmarkt
  • und auf Spezialindizes.

Vorteile von ETFs: Die Risikostreuung

Der große Vorteil von ETFs im Vergleich zu einem Investment in Einzelwerte ist die Risikostreuung: In einem Index sind jeweils eine Vielzahl von Einzelwerten enthalten. Bei einem Aktien-ETF beispielseise eine große Anzahl an Firmen.

Dabei reicht das Spektrum vom Deutschen Aktienindex (DAX) mit 30 Firmen bis zum MSCI All Country World Index mit über 2.400 Unternehmen, wobei sowohl Unternehmen aus Industrie- als auch Schwellenländern in diesem Index enthalten sind.

Investiert man als Anleger in den falschen Einzelwert, kann das gravierende Auswirkungen haben, wie das jüngste Beispiel der VW-Aktie rund um den VW-Skandal zeigt.

Kauft man dagegen einen breit streuenden Indexfonds, ist das Verlustrisiko deutlich geringer.

Rendite derzeit nur mit Aktien möglich

Für Privatanleger sind höhere Renditen als es derzeit für Festgeld gibt, nur mit Aktien realisierbar. Der langfristige Erwartungswert der Rendite für Aktien liegt bei etwa 6 bis 8 Prozent p. a.

Zumindest haben Aktien dieses Ergebnis in der Vergangenheit gebracht, wobei die Ergebnisse für einzelne Jahre sehr unterschiedlich ausfallen können.

Von höchst spekulativen Investmens, wie zum Beispiel in Hedgefonds, sei Privatanlegern an dieser Stelle explizit abgeraten. Zu hoch ist hier das Verlustrisiko.

Zwar besteht kurzfristig auch bei Aktien stets das Risiko eines Verlustes, da es an der Börse immer wieder zu Einbrüchen kommen kann. Doch langfristig sollte die weiter oben angegebene Renditeerwartung erreicht werden.

Start in die Aktienanlage mit weltweit anlegenden ETFs

Wer sich also nicht mit den derzeit mageren Renditen für Tages- und Festgelder zufrieden geben möchte, dem seien hier breit anlegende Aktien-ETFs empfohlen.

Als Beispiel seien ETFs auf den MSCI World Index genannt, der über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrienationen abbildet.

In den letzten 44 Jahren hat dieser Index im Durchschnitt jährlich 7,4 Prozent zugelegt, wobei es aber u. a. in der Finanzkrise auch zweistellige Verluste gab, von denen sich der Index jedoch recht schnell wieder erholt hat.

Börsenkrisen einfach aussitzen

Der beste Rat bei plötzlich auftretenden Börsenkrisen ist, diese einfach auszusitzen und auf keinen Fall seine Buchverluste zu realisieren. Denn von jeder Krise haben sich die Börsen stets wieder erholt.

Man sollte auch als Privatanleger Einbrüche an den Börsen stets von vornherein einkalkulieren. Dann ist man von seiner Einstellung her auf der sicheren Seite.

Veröffentlicht am 20. Januar 2016
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