Kapitalanlage Immobilie: Was Sie beim Kauf bedenken sollten

Eine Immobilie als Kapitalanlage sollte modern und gut in Schuss sein

Langfristig und sicher – das verbinden viele Menschen mit Immobilien als Kapitalanlage. Diese Eigenschaften treffen auch zu, wenn Sie es richtig angehen. Um Vermieter zu werden und Geld über die Mieteinnahmen einzunehmen, müssen Sie sich im Vorfeld gut überlegen, nach welchen Kriterien Sie Ihre Immobilie aussuchen. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

Immobilien gelten nach wie vor als die sicherste Kapitalanlage. Sie sind wertstabil, unterliegen nicht der Inflation und können je nach Objekt im Wert meist sogar noch steigen. Das anhaltende Niedrigzinsniveau sorgt dafür, dass mehr und mehr in Immobilien investiert wird und die Preise steigen.

Lage und Zustand sind wichtige Kriterien

Die Lage eines Objekts, der Zustand der Immobilie, die Ausstattung und die Vermietbarkeit sind entscheidende Kriterien wenn es um die Rendite von Immobilien geht. Auch ohne Steuervorteil sollte sich eine Immobilie rechnen. Dass ein Steuervorteil besteht, sollte nur ein netter Nebeneffekt einer Vermietung sein.

Falls Sie über die Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage nachdenken, ist es wichtig, dass Sie ein paar Punkte beachten. So sollte die Immobilie nicht in einem strukturschwachen Gebiet stehen, da das Risiko für leerstehende Wohnungen dort besonders hoch ist. Schon das Ausbleiben von ein oder zwei Monatsmieten kann die Rendite für das gesamte Jahr zunichte machen. 

Eine Immobilie in beliebten Universitätsstädten als Kapitalanlage

Um nicht Gefahr zu laufen, auf der Miete sitzen zu bleiben, sollten Sie Ihre Mieter gründlich prüfen. Zuverlässige Mieter sind da A und O, wenn es um die Sicherung Ihrer Rendite geht. Orte, an denen der Kauf einer Immobilie besonders interessant ist, sind Universitätsstädte wie München, Hamburg oder Münster. Dort führt eine starke Verknappung des Wohnangebots zu deutlich höheren Preisen, was für Sie als Vermieter positiv ist.

Für den Erwerb der Immobilie ist es aber zunächst ein Nachteil, da die Kaufpreise ebenso höher sind. Dank niedriger Zinsen ist eine Finanzierung aber relativ unproblematisch.

Investieren Sie in ein modernes Objekt ohne Sanierungsbedarf

Eine Besonderheit, die in den letzten Jahren immer stärker zugenommen hat, ist der Trend zu Ein-Personen-Haushalten und die verstärkte Nachfrage nach Wohnungen mit 60 bis 70 Quadratmetern. Eigentumswohnungen in dieser Größe sind eine gute Investition, wenn sie dann auch noch zentrumsnah mit guter Infrastruktur liegen.

Je moderner ein Haus ist, desto mehr Renditesicherheit bringt eine Immobilie. Müssen Sie auch noch Renovierungsarbeiten tätigen oder haben Sie energetischen Sanierungsbedarf, dann kann es schnell teuer werden.

Ohne Eigenkapital wird es deutlich teurer

Für die Finanzierung einer Immobilie prüft die Bank Sie auf Herz und Nieren. Wie sicher ist Ihr Job, seit wann arbeiten Sie in Ihrem Job und wie steht es um das Unternehmen? Auch Gehaltsausfälle durch einen Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder Mutterschutz müssen bei der Immobilienfinanzierung bedacht werden.

Je mehr Eigenkapital jemand mitbringt, desto günstiger sind die Konditionen. Eine 100 %-Finanzierung ist im Gegensatz zu einer 60-80 % Finanzierung 0,4 bis 1,2 Zinspunkte teurer. Als Faustregel, besonders in Zeiten des Niedrigzinsniveaus, bietet sich eine Finanzierung mit hohen Tilgungsraten, die so schnell wie möglich wieder abbezahlt sind an. Je höher die Tilgungsraten sind, desto geringer ist die Restschuld zum Ende der Zinsbindungsfrist.

Langzeitfinanzierungen bieten zwar den Vorteil, dass ein niedriger Zins über einen langen Zeitraum gesichert werden kann, dafür sind sie unflexibler für den Kunden.

 

Ihre Aufgaben als Vermieter

Grundsätzlich gilt, dass eine vermietete Eigentumswohnung eine nette Möglichkeit der Kapitalanlage ist. Zwar trägt sich eine Wohnung meist nicht komplett von allein, die Zuzahlungen sind besonders für junge Arbeitnehmer, die noch viele Jahre der Erwerbstätigkeit vor sich haben aber machbar. Eine Immobilie oder Eigentumswohnung gilt auch in schwierigen Zeiten als sicher, da sie nicht im Wert verliert.

Allerdings können unzuverlässige Mieter, Leerstand und Reparaturen den Plan der sicheren Kapitalanlage ganz schön durcheinander wirbeln. Als Eigentümer sollten Sie sich daher mit Mietrecht, Hausverwaltung und der Immobilie als Wirtschaftsgut auskennen. Denn eine gute Wohnung macht noch lange keine gute Rendite aus. Sie als Eigentümer und Vermieter tragen entscheidend dazu bei, dass sich Ihre Immobilie trägt und Ihnen langfristig eine sichere Kapitalanlage bietet.

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Veröffentlicht am 5. Dezember 2014