Kaffee – Wieso Sie in Aktien von Kaffeeanbietern investieren sollten

Kaffee – Wieso Sie in Aktien von Kaffeeanbietern investieren sollten

Kaffee ist ein Produkt, das täglich von hunderten Millionen Menschen getrunken wird. Die Verfügbarkeit des Kaffees wird heute überwiegend von Konzernen sichergestellt. Denn es handelt sich um einen Milliardenmarkt. Grund genug, für Anleger sich Aktien von Kaffee-Unternehmen zuzulegen?

Die Kaffeeproduzenten dieser Welt, z. B. Brasilien oder Kolumbien, exportieren Jahr für Jahr Kaffee im Wert von mehr als 20 Mrd. Dollar. Und die verarbeitende Industrie, die Supermärkte und Cafés dieser Welt verkaufen das Genussmittel mit in der Regel hohen Margen an den Endverbraucher. Und der Verbrauch steigt kontinuierlich weiter an; Rückschläge oder hohe Schwankungen gibt es bisher kaum. Was liegt für Anleger also näher, als sich Aktien von Unternehmen zu kaufen, die ihr Geld vollständig oder teilweise mit dem Verkauf von Kaffee verdienen?

Wachstum in der Kaffee-Industrie ist ungebrochen

Es gibt "reinrassige" Kaffeeanbieter, zu denen u. a. Starbucks gehört. Das noch relativ junge Unternehmen verkauft seit etwa 30 Jahren Kaffee in inzwischen mehr als 23.000 Filialen weltweit. Und das Wachstum ist ungebrochen. Jährlich will das Unternehmen weltweit mehr als 700 Filialen neu eröffnen. Außerdem gibt es Unternehmen, bei denen das Kaffeegeschäft nur einen Teil von Umsatz und Ertrag ausmacht. Ein Beispiel ist der Konzern Nestlé, der u. a. Nescafé und Kaffeekapseln anbietet. Das Unternehmen erzielt derzeit einen Umsatz von fast 20 Mrd. Schweizer Franken alleine mit Kaffee, dabei macht er lediglich etwa ein Fünftel des Umsatzes aus.

Auch ein anderer Konzern, dessen Name zunächst für andere Produkte steht, verdient seit Jahren viel Geld auch mit Kaffee: McDonalds. Unter der Marke McCafé wird das Produkt seit Jahren erfolgreich an die Kunden gebracht. 

Wer sich für den Kauf von Unternehmen mit Kaffee im Angebot interessiert, sollte natürlich auch hier immer sorgfältig prüfen, wie gut und erfolgreich die Firmen in den letzten Jahren am Markt aktiv waren. Außerdem muss sich jeder potenzielle Käufer fragen, ob er einen reinen Kaffeeanbieter einem Unternehmen mit breiter gefächerten Angeboten vorziehen möchte. Kommt es im unwahrscheinlichen Fall eines Nachfrageeinbruchs oder in Folge schlechter Ernten zu Umsatz- und Ertragseinbrüchen im Kaffeegeschäft, haben breiter aufgestellte Unternehmen den Vorteil, dass sie den Rückgang in dieser Sparte durch Wachstum in anderen Segmenten leichter ausgleichen können und geraten nicht so leicht in eine wirtschaftliche Schieflage.

Selbstverständlich gilt wie immer der Hinweis, dass die Nennungen von Unternehmen ausdrücklich keine Kaufempfehlungen darstellen, sondern nur dem Umstand, die Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Veröffentlicht am 22. Juli 2016