Geldanlage

Investieren in Dänemark: OMX-Index oder Einzelaktien?

Investieren in Dänemark: OMX-Index oder Einzelaktien?
geschrieben von Jörgen Erichsen

Wer sich für ausländische Aktien interessiert, schaut meist in Richtung USA, Kanada oder nach England. Dabei gibt es auch in anderen europäischen Ländern durchaus attraktive Aktien, etwa in Dänemark. Der dänische Aktienindex OMX Copenhagen 20 ist in den letzten zwei Jahrzehnten so stark gestiegen wie kein anderer in Europa. Lesen Sie hier, wieso Sich das Investieren in Dänemark lohnt.

Um fast 730 Prozent hat der OMX in den letzten zwanzig Jahren zugelegt (alle Zahlen sind umgerechnet auf Euro-Basis; Prozentwerte sind zum Teil gerundet). Erst mit großem Abstand folgen bekanntere Indizes wie DAX (Deutschland, +270 %), SMI (Schweiz, + 240 %), CAC 40 (Frankreich, + 110 %) oder FTSE (England, + 75 %). Der Erfolg dänischer Unternehmen ist u. a. darauf zurückzuführen, dass sie sich stark auf den Export ihrer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren und dabei konsequent auf weltweite (Mega-)Trends setzen.

Das Problem für viele Anleger ist, wie bei anderen Auslandsbörsen, dass man trotz der Steigerungsraten des Index nicht wahllos auf einzelne Aktien setzen sollte, wenn man in Dänemark investieren will. Zu groß sind die Unterschiede in der Qualität, Gewinn- und Kursentwicklung.

Investieren in Dänemarks OMX-Index

Anleger, die sich fürs Investieren in Dänemark und dessen Aktien interessieren, sollten entweder den ganzen Index "kaufen", also z. B. in ETF investieren. Dann profitieren sie von der Entwicklung des Gesamtmarktes. Das Besondere an der dänischen Börse war in den letzten Jahren, dass sie die gute Performance nicht erreicht hat, weil sie immer an der Spitze der Entwicklung gestanden hat, sondern dass es – anders als bei anderen Indizes wie z. B. dem DAX – weniger Schwankungen, weniger Volatilität gegeben hat. Auch das ist ein Qualitätsmerkmal, das für ein Engagement in Aktien dieses Landes spricht.

Investieren in Dänemarks Einzelaktien

Wer es sich zutraut, kann auch einzelne dänische Aktien bewerten, auswählen und entsprechend investieren. Hervorgetan haben sich in den letzten Jahren Unternehmen wie Novo-Nordisk und Coloplast. Beide Firmen sind im Bereich Pharma (Novo-Nordisk als Marktführer bei Insulin, Coloplast als ein führendes Unternehmen bei "altersgerechten Produkten") aktiv und setzen konsequent auf stabile Trends, auf zunehmende Fallzahlen bei Diabetes (zum Leidwesen vieler Menschen) und die ebenfalls zunehmende Zahl älterer Menschen, die entsprechende Produkte nachfragen. Novo Nordisk ist zudem vor einiger Zeit in den STOXX 50 aufgestiegen.

Beachten sie die Besonderheit der Quellensteuer

Kleiner Wermutstropfen: Wer Dividenden von dänischen Firmen erhält, muss trotz Doppelbesteuerungsabkommen zunächst fast 40 % Quellensteuer entrichten. Sie lässt sich aber vergleichsweise einfach zu Beginn des nächsten Geschäftsjahres mit einem Antrag beim dänischen Finanzamt zurückholen. Die Bearbeitungszeiten sind relativ kurz und man bekommt sein Geld meist innerhalb weniger Monate zurück.

Fazit: Wie immer gilt an dieser Stelle der Hinweis, dass man Aktien stets sehr sorgfältig anhand der besprochenen Kriterien auswählen, und sein Geld nie auf eine Aktie, Branche oder ein Land setzen sollte. Ein Investment in dänische Aktien, egal ob in Fond oder Einzelpapiere, sollte immer einen begrenzten Umfang haben, um mögliche Risiken zu reduzieren. Und natürlich gilt wie immer der Hinweis, dass die Nennungen von Unternehmen ausdrücklich keine Kaufempfehlungen darstellen, sondern nur dem Umstand, zu zeigen, warum einige Firmen überproportional erfolgreich sind.

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Jörgen Erichsen

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