IBAN, BIC und Co.: 3 Dinge sind bei der Umstellung zu beachten

Diese Punkte sollten Sie bei der Umstellung auf das IBAN-Überweisungssystem beachten.

In der Vergangenheit hatte jedes der europäischen Länder ein unterschiedliches Verfahren für Lastschriften, Überweisungen und Kartenzahlungen. Durch den gemeinsamen SEPA-Standard gibt es mittlerweile einheitliche Daten in Form von BIC und IBAN.

Dadurch spielt es keine Rolle, ob Sie Geld innerhalb von Deutschland oder ins europäische Ausland überweisen. Für Beides verwenden Sie einfach die IBAN.

Wissenswertes zur BIC und IBAN

SEPA (Single Euro Payments Area) ist die Bezeichnung für den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum. Dieser wurde eingeführt, um den Zahlungsverkehr innerhalb der EU deutlich zu vereinfachen. Insgesamt gehören bisher 34 Länder zur SEPA und darunter befinden sich auch die 28 EU-Staaten. Die internationale Bankleitzahl wird als BIC (Business Identifier Code) bezeichnet. Die Nummer ist in der Regel zwischen 8 und maximal 11 Stellen lang.

Die internationale Kontonummer heißt IBAN (International Bank Account Number). Durch diese beiden wichtigen Nummern lässt sich jeder Zahlungsempfänger europaweit identifizieren. Sie können sowohl Lastschriften als auch Überweisungen für inländische und auch für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen nutzen. Die maximale Frist bei einer beleglosen Überweisung beträgt stets einen Bankarbeitstag. Des Weiteren schützt Sie die International Bank Account Number besser vor Tippfehlern und Zahlendrehern.

1. Überweisungsträger: Ab Februar wird nur noch IBAN akzeptiert

Der Geschäftsverkehr wird bereits seit August 2014 nach dem neuen Überweisungsverfahren abgewickelt. Privatpersonen konnten bisher noch entscheiden, ob Sie das alte Überweisungsverfahren oder IBAN nutzen. Ab Februar 2016 ist das neue Überweisungsverfahren allerdings auch für alle private Nutzer ein Muss. Dies bedeutet: Sie können keine Zahlungsaufträge mehr mit Kontonummer und Bankleitzahl durchführen. Verwenden Sie dennoch einen alten Überweisungsträger, dann wird ihre Bank diesen nicht mehr annehmen und Ihre Überweisung wird nicht ausgeführt.

Beim Online-Banking sollten Sie durch die Umstellung eigentlich keine Probleme bekommen. Die Banken haben die alten Eingabemasken entfernt und Sie können die nationalen Kontonummern nicht mehr eingeben.

Offene Rechnungen können Sie ganz einfach mit einer SEPA-Lastschrift begleichen. Sie müssen dem Zahlungsempfänger nur ein Lastschriftmandat erteilen. Dieser kann die regelmäßigen Zahlungen bequem von Ihrem Bankkonto abbuchen.

2. So funktioniert eine Überweisung mit IBAN und BIC

Die International Bank Account Number setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Am Anfang befindet sich das Länderkennzeichen. Für Zahlungsaufträge in Deutschland verwenden Sie "DE". Als Nächstes kommt die zweistellige Prüfziffer. Diese wurde zum Schutz eingeführt und soll Tippfehler verhindern. Vertippen Sie sich bei den restlichen Stellen der Nummer, dann passt dies nicht mehr zu der Prüfziffer. Beim Online-Banking erhalten Sie dann eine entsprechende Fehlermeldung. Direkt nach der Prüfziffer folgt die klassische Bankleitzahl.

Der letzte Teil der International Bank Account Number ist die Kontonummer. In Deutschland hat eine IBAN insgesamt 22 Stellen. Im direkten Vergleich zu einer klassischen Überweisung mit Bankleitzahl und Kontonummer müssen Sie somit mehr Stellen eingeben. Sollten Sie Probleme bei einer Online-Überweisung haben, dann hilft Ihnen ein Rechner.

Viele Banken bieten Ihnen beim Online-Banking diese nützliche Funktion an. Mit dieser können Sie Ihre Kontonummer und Bankleitzahl ganz einfach eingeben und erhalten automatisch eine IBAN und eine BIC. Auf die Gültigkeit Ihrer Bankkarte hat die Umstellung keinen Einfluss, diese bleibt nach wie vor gültig.

3. Den BIC benötigen Sie nur manchmal

Möchten Sie eine Überweisung oder eine Lastschrift innerhalb von Deutschland oder im europäischen Zahlungsraum durchführen, so benötigen Sie einfach nur die IBAN. Nur bei Zahlungsaufträgen in die Länder Schweiz, Monaco und San Marina benötigen Sie zusätzlich noch den BIC. Möchten Sie eine Überweisung außerhalb von der SEPA oder in einer anderen Währung tätigen, dann brauchen Sie auf jeden Fall eine Auslandsüberweisung.

Veröffentlicht am 3. Februar 2016
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