Gold & Rohstoffe

Ist Gold eine Anlagealternative?

An den Aktienmärkten geht es aktuell hoch her. Seit Jahresbeginn sinken die Kurse der meisten Unternehmen per Saldo. Zwar geht es zwischenzeitlich mal wieder nach oben. Aber die Erholungen dauern meist nicht lange. Experten erwarten, dass die Schwankungen in 2016 anhalten. Viele Anleger suchen daher nach Alternativen und wenden den Blick dem Gold zu. Doch taugt das Edelmetall als “Krisenwährung”?

Gold gilt seit jeher als klassische "Krisenwährung". Und Krisen gibt es derzeit ja reichlich auf der Welt. Demnach müsste der Preis für das Edelmetall eigentlich "durch die Decke schießen".

Doch seit gut vier Jahren sinkt der Goldpreis kontinuierlich. Stand er 2011 noch bei rund 1.900 Dollar je Feinunze liegt der Preis heute nur noch bei etwa 1.100 Dollar. Ein Preisrückgang Einbruch von etwa 40%. Selbst in Euro gerechnet, ist der Kurs in den letzten vier Jahren um etwa ein Viertel gefallen.

Ursachen für den Preisverfall

Trotz der vielen Krisen gibt es zahlreiche Gründe für den Preisrückgang. Zum einen sind die Produktionskosten in den letzten Jahren immer weiter gesunken und Experten gehen davon aus, dass diese auch in den nächsten Jahren weiter zurückgehen werden. Zudem fallen auf der Nachfrageseite vor allem Großinvestoren aus.

Beispielsweise kauft China viel weniger Gold als das noch in der Vergangenheit der Fall war und auch Goldfonds kämpfen mit der zurückgehenden Kaufneigung ihrer Kunden. Und vor allem in den USA spekuliert man darauf, dass die Zinsen bald wieder stärker steigen werden, was dazu führt, dass Anleger eher einen Bogen um das Edelmetall machen, da es ja auch keine Zinsen oder andere Erträge abwirft.

Wie sich der Goldpreis in der Zukunft entwickeln wird, lässt sich zwar nicht verlässlich prognostizieren, aber wer Gold als Anleger bzw. als Alternative zu anderen Anlageformen kauft, beginnt zu spekulieren, nicht zu investieren.

Gold lediglich als Beimischung kaufen

Natürlich wird es so sein, dass Gold immer einen Wert haben wird und als Beimischung bzw. zur Absicherung in einem absoluten Notfall sicher nicht falsch ist, sich eine kleine Position zuzulegen. Als echtes Anlageobjekt taugt Gold aber nicht, da die Schwankungen auch über längere Zeiträume erheblich sind. Hinzu kommt, dass Gold keine laufenden Erträge abwirft und sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf erhebliche Kosten auf Anleger zukommen, was dazu führt, dass der Goldpreis schon einmal deutlich steigen muss, um alleine die Kosten auszugleichen.

Anleger, die auf lange Sicht relativ verlässlich Geld verdienen möchten, sollten in Produktivvermögen, also bevorzugt in Aktien von Qualitätsunternehmen investieren. Die Aussichten, hier in 10-15 Jahren einen hohen Vermögenszuwachs durch Dividendensteigerungen und Kurszuwächse zu erhalten, sind trotz aller Krisen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit besser als bei Gold.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Jörgen Erichsen