Gold & Rohstoffe

Gehen den Ölmultis die Rohstoffe aus?

Der Gewinn der Ölkonzerne hat keineswegs mit dem Preis der Rohstoffe Schritt gehalten, das Wachstum wird durch niedrigere Raffineriemargen, gestiegene Explorationskosten und hohe Steuern gebremst. BP verzeichnete sogar Gewinneinbußen. Im Wettbeweb um die Reserven verlieren die westlichen Produzenten außerdem an Einfluss.

Stattdessen verzeichnet die staatliche Konkurrenz einen Machtzuwachs beim Zugriff auf die Rohstoffe – private Ölgesellschaften haben ihn direkt nur noch auf 10% der Öl- und Gasvorkommen. Der Großteil entfällt auf die staatlichen Konzerne der großen Förderländer, wie beispielsweise die CNPC (China), die NIOC (Iran), PDVSA (Venezuela) und Saudi Aramco.

Der sinkende Einfluss zeigt sich in den Produktionszahlen der privaten Konzerne: Die Erschließung neuer Rohstoffe wird teurer, der Zugang zu lukrativen Vorkommen fehlt, und so stagniert die Ölproduktion oder sinkt sogar.

Die Staatskonzerne sind immer weniger auf das Know-how und die Vertriebskapazitäten der privaten Konzerne angewiesen und werden diesen kaum noch Zugang zu neuen Ölfeldern einräumen. Langfristig könnte dies bedeuten, dass den westlichen Multis das Öl ausgeht.

Die Internationale Energieagentur IEA prognostiziert, dass die westlichen Konzerne sich in der Zukunft auf die Förderung von Ölvorkommen, an die man nur mit technischem Spezialwissen herankommt, werden spezialisieren müssen: Ölsande, Ölschiefer, Förderung der Rohstoffe aus dauergefrorenem Boden oder tiefen Meeren.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.