Edelmetalle: Gold – faszinierend und kostbar

Gold fasziniert seit seiner Entdeckung die Menschheit. Haben Sie schon einmal ein Stück Gold in der Hand gehalten? Es ist aus meiner Sicht immer wieder beeindruckend. Nicht nur die Farbe und der Glanz, sondern auch die Eigenschaften und der Wert, den wir mit Gold verbinden, begründen diese Faszination. Was ist so faszinierend an Gold?

Zur Gruppe der Edelmetalle gehört neben Silber, Platin und Palladium auch Aurum (Au), 79. Element im Periodensystem der Chemie und besser bekannt als Gold

Bereits im 4.Jahrhundert wurde Gold eher durch einen Zufall entdeckt, wie berichtet wurde. Damals wurde unter der Feuerstelle ägyptischer Arbeiter ein wenig im Boden enthaltenes Gold geschmolzen, welches sich nach seiner Abkühlung in einen funkelnden Brocken verwandelt haben soll.

Seither hat sich dieses Metall seine Faszination bis in die heutigen Tage bewahrt. Früher als Kultgegenstand, Schmuck  und Totenbeigabe geschätzt, hat es als Zahlungsmittel und Industrierohstoff eine bewegte Geschichte hinter sich. Und heute gewinnt Gold mehr und mehr als Sachwert und damit als Wertaufbewahrungsmittel an Bedeutung.

Die Maßeinheit von Gold
Das Gewicht des Goldes wird in Gramm oder als Unze (= 31,1035 gr.) gemessen. Wird Gold mit anderen Metallen als Legierung verarbeitet, gibt die Feinheit oder der Feingehalt den Anteil des reinen Edelmetalls an (333 = 33,3%, 585 = 58,5%, 999 = 99,9% etc.).

Es wird auch die Einheit Karat (kt) für die Feinheit verwendet, diese gibt ebenfalls den Goldanteil (999 = 24 kt bis 333 = 8 kt) an und darf nicht mit dem Karat (ct) von Edelsteinen zu verwechseln werden. Bei Edelsteinen handelt es sich ausschließlich um eine Gewichtsangabe.

Eigenschaften von Gold
Gold gehört neben Kupfer und Silber zu den besten Leitern von Wärme und Strom. Außerdem besitzt Gold eine rekordverdächtige Dehnbarkeit: so kann Gold z. B. zu einem Blatt von 1/10.000 mm Dicke verarbeitet werden, dies ist dann als Blattgold bekannt oder eine Unze dieses Edelmetalls ergibt einen Faden von 56 km Länge.

Diese Eigenschaft wird als Duktilität bezeichnet. Der Schmelzpunkt liegt bei 1.064°C, der Siedepunkt bei 2660 °C und die spez. Dichte bei 19,3 g/cm³ (im Vergleich spez. Dichte bei Eisen (Fe) 7,8 g/cm³). Dies ist auch der Grund für die oft enttäuschende Größe von Goldbarren.

Gold ist beständig gegen Säuren mit Ausnahme von Königswasser (ein Gemisch als Salzsäure und Salpetersäure). Gold verbindet sich leicht mit vielen anderen Metallen, so dass Legierungen entstehen.

Veröffentlicht am 31. März 2011