Geldanlage

Fußballaktien als Kapitalanlage – geeignet oder nicht?

Fußball-Aktien sind eine Form der Kapitalanlage, die mit vielen Risiken verbunden ist. So hängen die spielerischen Erfolge einer Mannschaft eng mit dem Aktienkurs zusammen und können diesen sowohl nach oben als auch nach unten beeinflussen. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

In Aktien zu investieren, ist eine klassische Form der Kapitalanlage. Die Bandbreite der Aktien, die es gibt ist dabei sehr vielfältig. Ob Autokonzerne, Technik-Hersteller, Biomedizin, Banken oder Fluggesellschaften – fast jede Branche hat börsennotierte Unternehmen, von denen Anleger Anteile erwerben können.

Verknüpft man das Anlageinteresse mit einem persönlichen Interesse wie zum Beispiel der Faszination für Autos oder Technik, kann es doppelt spannend sein die Unternehmensnews zu verfolgen.

Fußball-Aktien sind von vielen europäischen Clubs erhältlich

Auch Aktien aus dem Bereich Sport sind eine Möglichkeit einerseits seinem privaten Hobby nachzugehen und andererseits eine spannende Kapitalanlage zu halten. Besonders seit die Aktie des Erstligisten Borussia Dortmund es 2014 in den SDAX geschafft hat, haben Fußball-Aktien generell wieder mehr an Bedeutung gewonnen.

Neben dem Dortmunder Verein können aus europäischer Sicht auch noch Aktien von Ajax Amsterdam, Fenerbahce Istanbul, Galatasaray Istanbul oder Manchester United gekauft werden. Was auf den Blick reizvoll erscheint, birgt allerdings viele Risiken.

Sportlicher Erfolg und Aktienkurs hängen eng zusammen

So hat sich in der Vergangenheit nämlich nur zu oft gezeigt, dass der Erfolg einer Fußballaktie eng mit dem sportlichen Erfolg eines Teams verknüpft ist. Verpasst eine Mannschaft beispielsweise den Einzug in die Champions League, scheidet früh aus oder schafft es nicht zu einem nationalen Titel, ist davon auszugehen, dass die Einnahmen für den Verein sinken.

Mit den Einnahmen sinkt dann auch der unternehmerische Erfolg des Clubs, Anleger stoßen ihre Anteile ab und der Kurs sinkt. Auch sollten Anleger beachten, ob es Finanzinvestoren gibt, die in den Clubs das Sagen haben und wie die Aktionärsstruktur grundsätzlich gestaltet ist.

Zu wenig Professionalität verkompliziert die Kapitalanlage

Eine Studie hat zudem gezeigt, dass sich Siege deutlich weniger stark auf den Kurs einer Aktie ausgewirkt haben als Niederlagen. Bei Niederlagen fiel der Kurs nach einem verlorenen Spieltag im Schnitt um 2,83 %. Nach einem guten Spieltag stieg der Kurs am ersten Handelstag danach aber nur um 1,31 %.

Zudem mangelt es Fußballvereinen häufig an Professionalität und Transparenz im Geschäft mit Aktien. Nebenabreden oder Vermittlerprovisionen finden in den Jahresabschlüssen häufig keine Erwähnung, sodass die tatsächlichen Beträge in den Vereinskassen nicht immer klar sind.

Wenn Fußball-Aktien, dann Diversifikation

Die meisten Experten sagen, dass Fußball-Aktien nur etwas für Zocker oder wahre Fans sind. Aus unternehmerischer Sicht ist das Risiko bei dieser Form der Kapitalanlage allerdings zu groß. Wichtig für Anleger, die trotzdem in Fußball-Aktien investieren wollen ist, dass sie ihr Portfolio möglichst weit streuen und nicht nur auf dieses eine Investment setzen.

Indikatoren, die etwas über das mögliche Risiko eines Investments aussagen, sind eine geringe Verschuldungsquote des Vereins und die internationale Qualifikation des Clubs. Bei internationalen Spielen generieren Clubs nämlich die höchsten Einnahmen. Dennoch: Fällt in einem Champions-League Spiel in der letzten Minute ein Gegentor, hilft selbst der beste Geschäftsbericht nichts. Anleger können sicher sein, dass der Kurs daraufhin sinkt.

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Farina Fontaine

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