Spezialfonds: Was die Kleinen besser können

Welche Vorteile haben Spezialfonds?

Lange Zeit galten sie als Exoten – die Spezialfonds. Während die Masse des Geldes in Fonds der großen Gesellschaften wie DWS, Deka oder Union und dort in Fonds mit Anlageschwerpunkten Deutschland, Europa oder Welt fließt, gibt es immer mehr meist kleine Spezialisten. Diese zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie keinen oder nur geringen Vorgaben unterliegen und somit völlig andere Ergebnisse erreichen.

Da sind zum einen die Fondsboutiquen, kleine feine Gesellschaften, häufig von Vermögensverwaltern geführt, die zu den neuen Sternen am Fondsmarkt werden. Während man einige von ihnen wie Carmignac, Ethna oder Flosbach von Storch vor 5 bis 6 Jahren kaum kannte, sind diese heute weit erfolgreicher als DWS & Co.

Dabei sind es nicht nur die Gesellschaften, die den Unterschied ausmachen, sondern vielfach auch die Themen, die diese Gesellschaften ausnutzen können. So gibt es heute Fonds, die nicht nur reine Mischfonds sind, bei denen man also Aktien mit festverzinslichen Wertpapieren mischt. Das führt im Übrigen zumeist eher zu schlechteren als zu besseren Ergebnissen.

Stattdessen bieten zum Beispiel viele Vermögensverwalter Fonds an, die aktiv gemanagt werden und tatsächlich beispielsweise ihre Aktienquote zwischen 0% und 100% verändern können. Oder andere, die nach technischer Chartanalyse gemanagt werden, wodurch man nicht mehr abhängig von den Meinungen eines einzelnen Fondsmanagers ist.

Nach Ländern sortierte Fonds

Ebenso finden sich heute Fonds auf dem Markt, die nach Ländern organisiert sind. Während es früher nur Deutschland oder USA gab, finden Sie heute auch Fonds für Thailand, Indonesien oder Regionen wie Skandinavien, Golfstaaten, EMEA oder die N 11. Sogar MIST gibt es schon. Dahinter verbergen sich Anlagen in Ländern wie Mexiko, Philippinen, Nigeria oder Südafrika. Diese Länder haben ein hohes Wirtschaftswachstum, eine tolle demografische Entwicklung, gute Ausbildung und stark wachsende Kaufkraft.

So gab es zum Beispiel bis vor 2 Jahren in Lagos, der größten Stadt Nigerias, für 15 Mio. Menschen gerade mal 6 Supermärkte. Der Supermarktriese aus Südafrika baut gerade 20 neue Märkte. 

Themenspezifische Fonds

Daneben gibt es die neuen Fonds, die Themen aufgreifen, also nicht die Auswahl nach Ländern treffen. Heute können Sie zum Beispiel in Fonds für Wasser, Gold, Rohstoffe, Finanzunternehmen, Telefonfirmen, Nahrungsmittel oder sogar Luxusgüterhersteller investieren.

Sie sollten aber darauf achten, dass Sie einen Fonds für Luxusgüter nicht von der Sparkasse managen lassen, weil das nicht deren Spezialgebiet ist. Vielmehr sind andere dazu berufen. So etababliert sich gerade der deusche Ableger des französichen Bankhauses Edmond de Rothschild mit einer eigenen Fondsgesellschaft.

Die Familie Rothschild, die nebenbei auch zu den besten Weinbauern zählt, betätigt sich seit über 250 Jahren im Bankgeschäft. Die Familie zählte schon früh zu den reichsten der Welt und finanzierte u. a. die Bahntrassen Europas.

Fonds Premiumsphere

Neben vielen anderen Fonds findet man jetzt einen Fonds Premiumsphere, der sich ganz auf den Zugang zu internationalen Premiummarken konzentriert. Hier ergibt sich nicht nur ein Kurserfolg, sondern man profitiert auch von einer ordentlichen Dividende. Ein Haus wie Rothschild ist natürlich prädestiniert, sich über Luxus Gedanken zu machen und die besten Unternehmen auszuwählen.

Spezialfonds sind oft stabiler als normale Aktienfonds

Dabei lassen sich die Zahlen gerne ansehen. Premiumsphere läuft deutlich besser als sein Index, OP Food erreicht seit 1 Jahr + 25%, EMEA + 17% (September 2012) und viele Spezialfonds sind dabei sogar stabiler als normale Aktienfonds, die angeblich das Risiko breit streuen. Am Ende kommt es immer auf die individuelle Managementleistung an. Diese ist häufig bei kleinen Gesellschaften schon deshalb besser, weil hier die Manager frei von der Abbildung eines Indices sind. Geben Sie Ihrem Geld eine Chance!

Veröffentlicht am 24. September 2012