Was ist eigentlich ein Depot?

Was ist eigentlich ein Depot?

Sie möchten Aktien und Fondsanteile erwerben? Dazu brauchen Sie ein Depotkonto. Wie so ein Depot funktioniert, was es kostet und bei welchen Anbietern Sie es am günstigsten erhalten, erfahren Sie hier.

Das Depot ist ein Konto, über das Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden. Anbieter sind Investmentbanken, Online-Broker und Direktbanken, wobei Sie ein Konto bei Online-Anbietern deutlich günstiger erhalten als bei Investmentbanken. In der Regel ist die Kontoführung bei Direktbanken sogar kostenlos. Das liegt daran, dass Sie als Inhaber eines Online-Depots keine Dienstleistungen in Anspruch nehmen, denn Sie kaufen, verwalten und verkaufen Ihre Aktien und Fondsanteile selbst. Diese Dienstleistungen werden bei einer Investmentbank von einem Investmentbanker ausgeführt, was von der Bank berechnet wird. Bei der Nutzung eines Online-Depots können Sie, je nach Wert Ihres Depots, mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Vorteile des Online-Depots

Ihr Online-Depot ist nicht an die Öffnungszeiten der Börse gebunden. Deshalb können Sie Wertpapiere rund um die Uhr kaufen – ob Sie nun zuhause sind oder sich am anderen Ende der Welt befinden. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Orderkosten eines online geführten Depots.

Das kostet ein Online-Depot

Abhängig vom Anbieter variieren die Gebühren für ein Depotkonto jährlich zwischen null und 300 Euro. Hinzu kommen die Ordergebühren, die ebenfalls je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Während Sie bei einem großen Depotwert (über 100.000 Euro) für sechs Orders bei einem günstigen Anbieter wie beispielsweise Flatex nur 30 Euro zahlen, kosten sie beim db PrivatDepot schon 355 Euro (Quelle: Finanztest Juni 2013).

Tipps zu Anbietern von Depots

  • Bei den Online-Brokern Vitrade und Flatex sowie der DKB erhalten Sie die günstigsten Depots.
  • Sie haben bereits ein Depotkonto, aber es ist zu teuer? Dann wechseln Sie! Der Depotübertrag kostet in der Regel nichts. Ihr neuer Anbieter kümmert sich um alle notwendigen Formalitäten.

Hier erhalten Sie kostenlose Depots

Bei diesen Online-Brokern und Banken erhalten Sie ein kostenloses Depotkonto. Beachten Sie dabei aber: Für diese Konten zahlen Sie zwar keine Depotgebühr, Orderkosten werden jedoch berechnet:

BBBank, Cortal-Consors, DAB-Bank, Degussa-Bank, DKB, Deutsche Bank (hier das Depot Maxblue), Ethikbank, Flatex, ING Diba, NIBC Direct, Onvista Bank, Santander Bank, Targobank, Vitrade, Wüstenrot Bank.

Kostenlose Depotkontos, die an Bedingungen geknüpft sind

  • Comdirect

Der Depotpreis entfällt bei zwei Transaktionen im Quartal. Die Depotgebühren entfallen ebenfalls, wenn Sie gleichzeitig ein Comdirect-Girokonto nutzen oder regelmäßig in einen Wertpapiersparplan einzahlen.

  • 1822 direkt

Wenn Sie mindestens eine Transaktion pro Quartal abwickeln, entfallen die jährlichen Depotgebühren.

  • Sparkassen Broker

Ab einer Transaktion pro Quartal oder einem Depotwert von 10.000 Euro zum Quartalsende zahlen Sie keine Depotgebühren.

  • Netbank

Haben Sie ein Girokonto mit monatlichem Gehaltseingang bei der Netbank? Dann zahlen Sie keinen Depotpreis. Wenn nicht, ist das Depot ab der 10. Order im Jahr kostenlos.

Tipp: Ein Depot können Sie in wenigen Schritten auf der Internetseite des entsprechenden Anbieters eröffnen.

Veröffentlicht am 23. Oktober 2013
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