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Warum sich eine Investition in Mikrofinanzfonds lohnt

Warum sich eine Investition in Mikrofinanzfonds lohnt
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geschrieben von experto.de

Bekannt gemacht hat die Mikrokredite der Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus. Yunus verlieh in seinem Heimatland Bangladesch die so genannten Mikrokredite an Personen, die zwar über ein Übermaß an Kreativität und Leistungswillen verfügten, die aber gleichzeitig keinerlei finanzielle Spielräume besaßen und keinen Zugang zu einer Bank hatten, wie es für uns selbstverständlich ist. Lesen Sie hier, warum Sie in Mikrokredite investieren sollten.

Aus dem zunächst privat angelegten Unterfangen entwickelte sich 1983 die 1. Bank, die Grameen Bank, die heute ein jährliches Kreditvolumen von über 7 Milliarden Dollar vergibt. Seit diesem Moment etablierte sich die Idee des Mikrofinanzfonds auf der ganzen Welt. Der globale Markt der Mikrofinanzierung wird heute auf ein Volumen von über 30 Milliarden Dollar geschätzt. Mindestens 1,5 Milliarden Menschen hätten die Unterstützung nötig, aber erst ein kleiner Teil von rund 100 Millionen hat mittlerweile Zugang zu Mikrokrediten.

Hohe Verlässlichkeit der Schuldner
Das erstaunliche Phänomen bei den Schuldnern der Mikrokredite: Die Rückzahlungsquote der Kredite liegt bei 98 Prozent! Und das ist genau der Punkt, der auch Anleger anzieht. Für die ist es seit 2007 ebenfalls möglich, in Mikrofinanzfonds zu investieren. Das Geld des Anlegers fließt dabei zunächst in den jeweiligen Mikrofinanzfonds, von dort wird es an entsprechende Mikrofinanzinstitute geleitet, und diese Institutionen zahlen die Kredite direkt an den Kreditnehmer aus.

Die Zinsen vor Ort scheinen auf den 1. Blick horrende: Oft werden über 20 Prozent im Jahr verlangt, die aber wegen der hohen Bearbeitungskosten erforderlich sind – und bisher waren die Kreditnehmer auf Geldverleiher angewiesen, die den gleichen Zins pro Tag gefordert und bekommen haben.

Kein Kredit ohne Risiko
Die Kreditnehmer selber sind nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Dorfgemeinschaften, die zusammen einen Kredit aufnehmen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Natürlich besteht für Sie als Anleger die Gefahr, dass Kredite nicht zurückgezahlt werden und dieser Ausfall von Ihnen getragen werden muss.

Allerdings stehen hinter jedem Fonds tausende Anleger, sodass das Risiko breit gestreut und bei der beschriebenen hohen Rückzahlungsquote auch ohnehin gering ist. Dazu kommt gerade bei Dorfgemeinschaften der soziale Druck, da alle gemeinsam den Kredit zurückzahlen müssen.

Ein weiteres Plus für Sie als Anleger: Meistens agieren die Kreditnehmer nur in einem lokalen Umfeld und sind somit weniger anfällig für die weltweiten Großwetterlagen der Wirtschaft – Stichwort Weltwirtschaftskrise.

Hier lockt nicht das große Geld
Die Wertentwicklungen der Fonds in den letzten Jahren zeigen: Renditen von 3 bis 5 Prozent sind realistisch – Verluste aber auch. Das heißt: Wenn Sie rein auf die Rendite schauen, liegen Sie mit Mikrofinanzfonds falsch. Hier verbindet sich der Wunsch nach einer rentablen Geldanlage mit der Intention, Menschen in Armut dabei zu helfen, aus eigener Kraft aus dieser Armut herauszukommen.

Übrigens: Weil die Kredite der betreffenden Fonds von ausländischen Mikrofinanzinstituten vergeben werden, fallen sie somit nicht unter das Kreditwesengesetz und werden von der BaFin auch nicht durchleuchtet. Deshalb dürfen sie offiziell nicht zugelassen werden. Erhältlich sind sie deshalb nur bei der Fondsgesellschaft oder der Bank direkt.

Die experto-Redaktion meint: Wenn Sie eine Geldanlage tätigen wollen, die zugleich ein Stück Entwicklungshilfe darstellt, dann investieren Sie in einen solchen Mikrofinanzfonds. So bietet z. B. der Wallberg Global Microfinance-Fonds (ISIN LU0375612230) die Möglichkeit, breit gestreut in Mikrofinanzinstitutionen zu investieren. Die jährlichen Gebühren sind mit 1,5 Prozent moderat, der Ausgabeaufschlag mit bis zu 3 Prozent ebenfalls. [jwx]

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