Protektor: Absicherung bei Insolvenz der Lebensversicherung

Die freiwillige Sicherungseinrichtung Protektor übernimmt offiziell die Funktion eines Sicherungsfonds. Sie baut über fünf Jahre hinweg durch Beitragszahlungen der Versicherer 500 Mio. Euro an Vermögen auf. Einschließlich Sonderbeiträgen, die im Bedarfsfall erhoben werden, stehen etwa 1 Mrd. Euro zur Verfügung. Der Sicherungsfonds wird als Sondervermögen des Bundes eingerichtet und unterliegt der Finanzaufsicht. Diese trifft auch die erforderlichen Entscheidungen für den Fall, dass die Mittel des Fonds nicht ausreichen.

Sollte es die Vermögenslage des Versicherers erfordern, kann sie garantierte Leistungen herabsetzen. Möglich ist es auch, die bestehenden Versicherungsverträge auf einen neuen Anbieter zu übertragen. Dann werden die Versicherungsbedingungen und die Tarife denen der neuen Versicherung angepasst. Im Extremfall darf die BaFin die Verträge um bis zu 5% der vertraglich garantierten Leistungen kürzen.

Veröffentlicht am 23. Januar 2007
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