Immobilienanlage über Fonds

Immobilien als Geldanlage erleben derzeit einen Boom. In Zeiten schwankender Aktienmärkte und niedriger Zinsen erscheint eine Immobilienanlage lukrativ. Fonds – offene oder geschlossene – können dabei eine sinnvolle Alternative zur Direktanlage sein.

Immobilienanlage
Viele Anleger investieren (häufig große) Teile Ihres Kapitals in fremdgenutzte Immobilien und erzielen damit entsprechende Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Die mit diesen Einnahmen verbundene Rendite, also die "Verzinsung" des eingesetzten Kapitals liegt in der Regel zwischen drei und acht Prozent pro Jahr, je nach Lage und Art des Objektes.

Allerdings ist mit der Immobilienanlage auch ein nicht zu unterschätzender Aufwand verbunden. Verwaltung des Objektes, Überwachung der laufenden Mieteingänge, Mahnungen bei Verzug, Reparatur- und ggf. Sanierungsarbeiten, etc. . Manch ein Anleger scheut vor diesem Aufwand zurück und hat zudem keine Lust, sich mit den Mietern herumzuärgern!

Immobilienfonds können da eine sinnvolle Alternative sein.

Immobilienanlage über Fonds
Wer über einen Fonds in Immobilien investiert, kann von den stabilen Erträgen dieser Anlageklasse profitieren, lässt die damit verbundenen Arbeiten jedoch von der Fondsgesellschaft ausführen und wählt damit eine sehr bequeme Art der Immobilienanlage.

Eine weit verbreitete Variante sind dabei die sog. offenen Immobilienfonds, an denen sich der Anleger bereits mit sehr geringen Anlagesummen beteiligen kann und die in eine Vielzahl von unterschiedlichen Immobilien investieren. Hierdurch erfolgt für den Anleger eine Risikostreuung, da ein Mietausfall eines Objektes durch die weiter laufenden Einnahmen der anderen Objekte kompensiert wird.

Innerhalb des Fonds werden primär Gewerbeimmobilien, Bürohäuser, Einkaufszentren oder Hotels verwaltet, Wohnimmobilien spielen meist eine untergeordnete Rolle.

Anteile an offenen Immobilienfonds sind in der Regel börsentäglich wieder zu veräußern (mit Ausnahmen), so dass der Anleger kurzfristig wieder über sein angelegtes Geld verfügen kann.

Anders bei den sog. geschlossenen Immobilienfonds, die viele Investoren und Anleger zur gemeinsamen Finanzierung eines oder einiger weniger Immobilienprojekte bündeln. Häufig handelt es sich um Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft, meistens in der einer Kommanditgesellschaft (KG). Da es sich hierbei in der Regel um eine langfristige Vermögensanlage handelt, sollten Anleger für die geplante Laufzeit des Fonds das eingesetzte Kapital nicht benötigen. Zudem ist der Verkauf der Anteile während der Laufzeit häufig nur erschwert möglich.

Bei den geschlossenen Immobilienfonds werden häufig auch Gewerbeimmobilien als Investitionsobjekte gewählt. Achten Sie vor der Anlage darauf, dass es sich um erstklassige Immobilien an guten Standorten handelt, die an renommierte und finanzstarke Mieter langfristig vermietet sind.

Zudem sollte ein schlüssiges Konzept vorliegen, was mit der Immobilie zum Ende der Laufzeit des Fonds passieren soll (Verkauf über den Markt? Vorkaufsrecht des Mieters? Verlängerung der Laufzeit?,…). Ist ein Verkauf geplant, sollte die Immobilie eine gewisse Attraktivität und auch Flexibilität aufweisen, um auch für andere Nutzungsarten und damit andere Mieter und Käufer interessant zu sein.  

Immobilienanlage über Fonds ist vergleichweise risikoram
Die Immobilienanlage über Fonds ist also eine komfortable und in der Regel auch risikoarme Möglichkeit in Immobilien anzulegen. Bei der Vielzahl von Angeboten sollten Anleger jedoch genau prüfen, welche Variante (offen oder geschlossen) und welcher Anbieter mit welchem konkreten Fondsangebot auf die eigenen Bedürfnisse und Zielsetzungen passen. Fragen Sie auch den Berater Ihres Vertrauens, der am besten unabhängig ist, damit er Ihnen nicht nur die hauseigenen Produkte oder die der Vertriebspartner empfiehlt!

Veröffentlicht am 21. September 2009