Geldmarktfonds: So parken Sie Ihr Geld richtig

Bei einem Geldmarktfonds handelt es sich um einen sehr konservativen Fonds, bei dem der Kapitalerhalt im Vordergrund steht. Das Ziel des Fondsmanagers ist es, die Fondsgelder so renditestark wie nur möglich anzulegen, um die Rendite von Tagesgeld- oder Festgeldkonten zu übertreffen.

Erzielt wird diese, indem neben Termingeldern und Schuldscheindarlehen auch in Bankguthaben und Anleihen mit kurzer Laufzeit investiert wird.

Vorteile eines Geldmarktfonds

Geldmarktfonds eignen sich besonders für kurzfristige Anlagen (2 bis 12 Monate) und zum Parken von Geldern zwischen größeren Investments, oder in schwachen und unsicheren Börsenzeiten.
Die Anteile an Geldmarktfonds können in der Regel börsentäglich veräußert werden, ohne dass damit Renditeabschläge verbunden sind. Die Fondsgesellschaften werden durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) in Verbindung mit dem Gesetz über Kapitalgesellschaften (KAGG) beaufsichtigt; das gewährleistet Ihnen einen optimalen Schutz.
In Deutschland zugelassene Geldmarktfonds dürfen darüber hinaus zum Schutz der Anleger nur in Geldmarkttitel mit einer bestimmten Laufzeit und Bonität investieren. Sie investieren in Termingelder, Anleihen mit kurzen Laufzeiten und andere Zinsprodukte wie variabel verzinsliche Wertpapiere und festverzinsliche kurzlaufende Rententitel.
Geldmarktfonds als Alternative zu Tagesgeldkonten?
Beide Anlageformen sind sehr sicher und erwirtschaften in der Regel ähnliche Rendite. Die Rendite eines gut gemanagten Geldmarktfonds liegt aber leicht über der eines Tagesgeldkontos.
Bei Tagesgeldkonten haben Sie kein Verlustrisiko, solange die Bank unter den deutschen Einlageversicherungsfonds fällt. Verluste sind – zumindest bei Euro-Geldmarktfonds – fast ausgeschlossen. Bei einem Tagesgeldkonto haben die Banken das Recht, die Zinsen täglich zu ändern. Achten Sie daher auch auf die Zinssätze, die von der Bank in der Vergangenheit gezahlt wurden, und achten Sie nicht nur auf die "Lockangebote".
Welche der beiden Anlageformen für Sie am besten geeignet sind
Geldmarktfonds eignen sich zum einen für alle jene, die bereits ein Wertpapierdepot besitzen und nicht vorhaben, mit diesem zu einer anderen Bank zu wechseln. Zum anderen für jene Anleger, die mit dem Tagesgeldsatz ihrer jetzigen Bank nicht zufrieden sind.
Meiden Sie aber unbedingt Geldmarktfonds mit einer Verwaltungsgebühr oder einem Aufgabeaufschlag von mehr als 0,50 Prozent.
Für die meisten anderen eignen sich Tagesgeldkonten besser. Insbesondere wenn Sie sowieso vorhaben, ein neues Konto/Depot zu eröffnen. Hier bieten Ihnen viele Banken, insbesondere Online-Banken, für einen befristeten Zeitraum einen über dem Markt liegenden Zinssatz an. Beachten Sie aber auch die Folgekosten wie Depotgebühren oder Ordergebühren nach Ablauf dieses Angebots.
Bei den meisten Geldmarktfonds ist eine Mindesteinlagsumme erforderlich. Wer weniger investieren möchte, ist ebenfalls mit einem Tagesgeldkonto besser bedient.
Veröffentlicht am 13. Juli 2008
Autor
experto.de