Filmfonds: Es bleibt schwierig

Wer in Filmfonds investiert hat, kann nun mit Steuernachforderungen rechnen. Aber: Klagen die Fonds gegen die Finanzverwaltung, wie sie es angekündigt haben, bleibt die Rechtslage auf Jahre unklar. Das kann schwerwiegende finanzielle Nachteile nach sich ziehen.

Filmfonds: Nicht nur Steuernachzahlungen, auch Zinsen
Wenn die Filmfonds mit ihrer Klage in letzter Instanz scheitern, wird dies erst in ein paar Jahren passieren. Bis dahin sind eventuelle Schadenersatzansprüche der Zeichner längst verjährt. Bei einer Niederlage müssen die Steuernachzahlungen geleistet werden – und zwar mit 6 Prozent Zinsen p.a.!

Filmfonds: Retten, was zu retten ist
Wenn Sie mit einer Steuernachforderung rechnen müssen, können Sie – auch bei unklarer Rechtslage auf Jahre hinaus – sich zumindest die Zinsen sparen. Zahlen Sie möglichst bald, und beantragen Sie selbst einen Vorauszahlungsbescheid. Das ist auch dann sinnvoll, wenn die Filmfonds mit ihrer Klage Erfolg haben, und der Fiskus die Steuervorteile doch akzeptieren muss: Denn auch zu viel gezahlte Steuern müssen mit 6 Prozent verzinst werden – und das ist derzeit eine hervorragende Rendite.

Veröffentlicht am 28. Oktober 2009