Anlage in Immobilienfonds: Beachten Sie diese 4 Tipps

4 Tipps, die Sie bei der Anlage in Immobilienfonds beachten sollten

Die Zinsen werden voraussichtlich noch lange auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren und viele Anleger suchen weiterhin nach Alternativen für die Geldanlage. Diejenigen, die ungerne in Aktien investieren möchten, sollten sich auch einmal offene Immobilienfonds ansehen, die eine relativ hohe Sicherheit bei gleichzeitig guten Ertragschancen versprechen.

Offene Immobilienfonds investieren in den Kauf von Grundstücken und Gebäuden und versuchen mit Mieteinnahmen und den Wertsteigerungen von Immobilien Einkünfte zu erwirtschaften. Offen bedeutet, die Manager der Fonds können Immobilien frei auswählen und z. B. auch Zinspapiere und andere Anlagen erwerben, um Erträge zu generieren. Der Grundgedanke ist der gleiche wie bei anderen Fonds: Das verfügbare Kapital wird möglichst breit gestreut, um die Risiken zu minimieren.

Neuer Schutz für Immobilienfonds durch Mindesthaltungsdauer

Die Renditen guter Fonds liegen aktuell bei etwa 3 – 4 Prozent. Anleger haben in der letzten Krise bei den Immobilienfonds allerdings die Erfahrung machen müssen, dass (zu) viele Investoren wegen der Unsicherheiten gleichzeitig ihr investiertes Geld zurück haben wollten. In der Folge mussten die Fonds ihre Immobilien zum Teil erheblich unter Marktwert verkaufen, um die Anteilseigner bezahlen zu können. Schlechter aufgestellte Fonds mit geringer Kapitalausstattung mussten sogar schließen und auch für viele Anleger entstanden Verluste.

Der Gesetzgeber hat aber inzwischen gehandelt und den Schutz der Investoren verbessert. Beispielsweise gilt seit Anfang des Jahres eine zweijährige Mindesthaltungsdauer und es muss auch eine einjährige Kündigungsfrist eingehalten werden. Das schützt zwar vor Verlusten, führt aber dazu, dass Anleger nicht sofort über ihr Geld verfügen können. Ausnahme: Man verkauft über die Börse, muss dafür aber Abschläge beim Preis von oft 20 Prozent und mehr vom "offiziellen" Preis, den die Fondsgesellschaft errechnet, in Kauf nehmen.

4 Tipps, die Sie bei der Anlage in Immobilienfonds beachten sollten

  1. Anleger, die offene Immobilienfonds erwerben möchten, haben also gute Chancen, attraktive Renditen zu erzielen, teilweise sogar steuerfrei. Beim Kauf sollte man zum einen darauf achten, dass die Fonds breit aufgestellt sind und möglichst viele Immobilien erwerben. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern möglichst auch international, wenigstens in Europa, besser sogar weltweit.
  2. Auch ein Blick auf die langfristige Entwicklung zeigt, wie das Geschäftsmodell eines Fonds funktioniert. Nach Möglichkeit sollten sich die Kurse der Fonds über mehrere Jahre positiv entwickeln.
  3. Zum anderen sollte er nur einen Teil seines Vermögens in diese Fonds investieren (Faustregel: 10 – 15 Prozent), und auch andere Anlageformen wählen, z. B. Aktien oder Aktienfonds. Und natürlich sollte ein Teil des Geldes als Rücklage "geparkt" werden, über die man im Notfall sofort verfügen kann (Faustregel: etwa das 2- bis 3-fache der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben), auch wenn es hier kaum mehr Zinsen gibt.
  4. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Anteile an offenen Immobilienfonds schon für kleine Beträge, oft unter 100 Euro, erwerben kann. Auch monatliche Sparpläne sind möglich. Natürlich dürfen die Risiken nicht vergessen werden. In kritischen Phasen können auch Verluste entstehen, etwa, wenn sich die Preise zurückbilden oder Blasen platzen.
Veröffentlicht am 1. September 2015
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