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Der Tauschhandel in der Antike und in Krisenzeiten

Wer heutzutage in Deutschland einkaufen geht, zahlt mit Euro. Noch vor wenigen Jahren wurde die Deutsche Mark (DM) als gesetzliches Zahlungsmittel benutzt. Doch der Tauschhandel hat sich über die Jahre entwickelt: Nicht immer war es üblich, für Papier und unedle Münzen im Gegenzug Waren zu bekommen.

Am Anfang stand der Tauschhandel
Ein Blick in die Historie zeigt, wie sich im Verlauf der Jahrhunderte Geld als Zahlungsmittel durchsetzte. Den Anfang macht dabei der Tauschhandel. Bei einem Tauschhandel werden Waren und Dienstleistungen direkt gegen andere Waren oder Dienstleistungen verrechnet. Der Wert einer Ware wurde also direkt am Wert einer anderen Ware bemessen und nicht unter der Verwendung von Geld gehandelt.

Da jeder Mensch unterschiedliche Wertvorstellungen bezüglich eines Gutes hat, waren die Preise im Tauschhandel sehr verschieden. Problematisch ist diese Art des Handels auch dann, wenn zwei Kaufleute zwar Handeln wollen, sich aber nicht auf die Art des Tauschguts einigen können. So kann es passieren, dass ein Händler ein Gut kaufen möchte, aber nicht das passende anbieten kann, was der andere Händler möchte.

Tauschhandel in Krisenzeiten wieder aktuell
Tauschhandel ist aber nicht nur der frühe Ausgangspunkt der Währung. Er tritt auch dann ein, wenn das offizielle Zahlungsmittel seiner Funktion als Preisfinder nicht mehr nachkommen kann. Das ist insbesondere in Krisenzeiten der Fall. In Zeiten hoher Inflationsraten zum Beispiel wird das Geld nicht mehr als werthaltig angesehen.

Um den drohenden Wertverlust zu umgehen, treten dann andere Waren (z.B. Zigaretten im Nachkriegsdeutschland) oder Edelmetalle als Ersatzwährung auf. Edelmetalle bilden dabei historisch betrachtet den besten Wertmesser für den Wert eines Gutes. Aber auch andere Güter (wie z.B. Vieh im alten Griechenland) konnten Wertmesser sein. Mehr dazu erfahren Sie im zweiten Teil der Serie „Vom Tauschhandel bis zum Euro“.

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Rolf Morrien