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Sparen: Wie Sie mit dem 5-Konten-Modell Ihr Geld langfristig sichern

„Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“. Auf diese oder ähnliche Weisheiten werden Sie beim Thema Geldanlage sicher auch immer wieder treffen. Unser Rat dazu: Vergessen Sie solche Ratschläge! Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich sollen und können Sie sparen. Aber sparen Sie nicht aus den falschen Gründen. Legen Sie nicht immer nur Geld für schlechte Zeiten beiseite. Wer sich so für den Notfall absichern will, der zieht den Notfall geradezu an. Setzen Sie sich deshalb beim Sparen ein positives Ziel. Mit dem 5-Konten-Modell für richtiges Sparen ist das kein Problem.

Das Alltagskonto
Sie haben mit Ihrem Girokonto bereits ein Alltagskonto, ohne es bemerkt zu haben: Auf diesem Konto wird nicht gespart, hier erledigt das Geld seinen täglichen Job. Das Gehalt geht ein, die Miete, die Versicherungen, die Strom- und Telefonrechnung und all die anderen regelmäßigen Kosten werden abgebucht. Die wichtigste Aufgabe aber: Mit dem Geld von diesem Konto füttern Sie die anderen Konten.

Das Konsumkonto
Wie zum Beispiel das Konsumkonto. Hier fangen Sie nämlich an zu sparen – für die größeren Anschaffungen im Haushalt, die nicht mehr nebenbei aus dem monatlichen Gehalt zu bezahlen sind: Von diesem Konto fließt das Geld für einen neuen Fernseher, Computer, Kühlschrank oder auch einen neuen Wagen.

Legen Sie ganz bewusst jeden Monat Geld auf das Konsumkonto, wenn eine Anschaffung geplant ist. Und nehmen Sie das Geld ganz bewusst wieder von diesem Konto, um die Anschaffung zu bezahlen. Denken Sie daran: Das ganze Geld auf diesem Konto ist dafür bestimmt, ausgegeben zu werden!

Das Spaßkonto
Die Worte Spaß und Sparen sind sich nicht von ungefähr so ähnlich: Sparen soll nämlich auch Spaß bringen. Jeder Euro wandert nur aus einem Grund auf dieses Konto: Er soll Ihnen irgendwann einmal eine Freude bereiten. Er soll Sie zum Lachen bringen, wenn Sie sich einen unvergesslichen Abend im Theater machen. Er soll Sie zum Staunen bringen, wenn Sie das Spaßkonto für einen Wochenendausflug plündern.

Und er soll Ihnen Wohlgefühl geben, wenn Sie sich von ihm sündhaft teure Kleidung kaufen. Machen Sie sich das ganz persönliche Vergnügen und gönnen Sie sich ein Spaßkonto. Denn die beste Disziplin und die raffiniertesten Tipps bei der Geldanlage nützen nichts, wenn wir das Geld und den kleinen Reichtum nicht einfach genießen können.

Das Zukunftskonto
Auf diesem Konto kennt Geld nur eine Richtung: Es wird eingezahlt! Abheben ist tabu! Das Geld soll für Sie sicher angelegt sein, es soll arbeiten, Zinsen bringen und sich nach und nach vermehren. Setzen Sie sich auch für dieses Konto ein Ziel: Soll das Geld Ihnen später dabei helfen, früh in die Rente zu gehen? Möchten Sie irgendwann von den Zinsen die Miete zahlen können? Oder wollen Sie das Geld nutzen, um sich davon das langersehnte Haus im Ausland zu kaufen?

Ihr Zukunftskonto wird Ihnen alles das ermöglichen – wenn Sie die einzige Voraussetzung erfüllen: Das Geld darf nicht angerührt werden, bis das Ziel erreicht ist. Werden Sie deshalb auch nicht euphorisch, wenn Sie das Zukunftskonto anlegen: Begnügen Sie sich am Anfang mit kleineren Summen, die Sie einzahlen: 10€ oder 20€ im Monat reichen. Über die Jahre werden weitere Einzahlungen und der Zinseszinseffekt schon Ihr Zukunftskonto füllen.

Das Investitionskonto
Dieses Konto ist nicht dafür gedacht, ein Vermögen "für später" anzuhäufen. Das erledigen Sie bereits mit dem Zukunftskonto. Eine Investition mit dem Geld von diesem Konto ist vor allem auch dafür da, den bewussten Umgang mit Geld und mit seinem Reichtum zu lernen und zu pflegen. Zu investieren heißt deshalb nicht immer, sein Geld in Wertpapiere oder andere Anlageformen zu stecken und auf die Rendite zu schielen.

Das ist nur eine Form der Investition. Sie können Ihr Geld auch in andere Menschen investieren, wenn Sie etwa einen Freund bei einer Geschäftsgründung finanziell unterstützen. Oder Sie investieren einmal für die Allgemeinheit: Zum Beispiel mit der Spende an ein Museum, das sich dafür ein Exponat zulegen kann. Die beste Investition ist aber die Investition in sich selbst. Geben Sie doch einmal das Geld für einen Sprachkurs aus, den Sie schon immer mal machen wollten.

Wenn Sie die Sprache beherrschen, werden Sie merken, wie gut Ihnen ganz persönlich der Erfolg tun wird – ohne dabei auf die Rendite schielen zu müssen. Und etwas Besseres können Sie mit dem Geld vom Investitionskonto gar nicht anfangen.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.