6 Fehler im Umgang mit Geld

Es gibt vieles, was Sie für Ihr oder mit Ihrem Geld machen können – und es gibt einiges, was Sie niemals mit Ihrem Geld tun sollten, wenn Sie das Thema Geld entstressen möchten. Was das ist, lesen Sie hier.

1. Fehler im Umgang mit Geld: Das Geld links liegen lassen
Ihr Geld möchte beachtet werden. Geld, auf das Sie nicht aufpassen, landet auf Sparbüchern, auf den Konten des Finanzamts, wird für unsinnige Versicherungsverträge ausgegeben oder in dubiose Anlagemodelle investiert.

Geld, um das Sie sich kümmern, wirft eine gute Rendite ab, vermehrt sich und trägt Früchte, die Ihren Wohlstand begründen. Gönnen Sie sich und Ihrem Geld einmal in der Woche einen Geld-Moment, kümmern Sie sich um Ihre Finanzen und machen Sie das Beste aus dem, was Sie haben.

2. Fehler im Umgang mit Geld: Immer sparen wollen
Viele Menschen sind mittlerweile so mit dem Sparen und der Jagd nach besseren Angeboten beschäftigt, dass sie nicht mehr dazu kommen, ihre Freizeit zu genießen. Schreiben Sie sich einmal für ein paar Wochen auf, wie viel Zeit Sie investieren, um besonders günstig einzukaufen, Handy-Tarife zu vergleichen oder eine besonders günstige Versicherung zu finden. Viele verbringen im Monat mindestens fünf bis acht Stunden damit.

Und nun legen Sie einmal fest, wie viel Ihnen 1 Stunde Lebenszeit wert ist. 10, 20, 30 oder noch mehr Euro? Wie viel ist Ihnen eine Stunde wert, die Sie mit der eigenen Tochter spielen, spazieren gehen oder sich mit dem Partner unterhalten? Solche Stunden sind unbezahlbar. Aber selbst bei 8 Stunden a 30 € kostet Sie die Jagd nach besseren Preisen und Angeboten 240 € jeden Monat – ist es das wert?

3. Fehler im Umgang mit Geld: Den Bauchfaktor vernachlässigen
Niemals zuvor lebten Menschen in einer solchen Informationsflut wie momentan. Wir können uns heute im Internet, in Ratgebern oder in Zeitschriften informieren, wie wir unser Geld am besten ausgeben. Dabei kommt aber das zu kurz, was man gemeinhin als Bauchgefühl bezeichnet. Denn was nützt die günstigste Versicherung, wenn Sie sich schlecht betreut fühlen?

Was nützen Ihnen billige Flugtickets aus dem Internet, wenn Sie mit einem unguten Gefühl unterwegs sind? Und was nützt Ihnen das Shoppen im Internet, wenn der nötige Umtausch und Kundendienst eine Katastrophe sind? Vertrauen Sie deshalb einfach einmal auf Ihr Bauchgefühl: Selbst wenn objektiv alles für eine Entscheidung spricht, sollten Sie in sich lauschen und die Finger davon lassen, wenn Sie ein schlechtes Gefühl haben.

4. Fehler im Umgang mit Geld: Vergangenes vergessen
Menschen lernen nicht aus Fehlern. Das beste Beispiel: 2002, auf dem Höhepunkt der New Economy und des Börsenhypes, haben viele Menschen in Aktien investiert, ohne zu wissen, was sie tun. Und heute, 6 Jahre später? Viele Anleger stecken ihr Geld wieder in Aktien, Fonds, Zertifikate, ohne sich umfassend zu informieren, was aus dem Geld wird, und Anfang 2008 gerieten viele in Panik, als die Kurse wegsackten.

Einen Crash wird es an der Börse immer mal wieder geben – sicherlich anders, vielleicht kleiner, aber eines ist sicher: Unerfahrene und blauäugige Menschen werden wieder viel Geld verlieren. Lernen Sie aus den Fehlern Ihrer Vergangenheit: Wenn Sie an der Börse Geld verloren haben, verinnerlichen Sie sich die Faktoren, die zum Verlust geführt haben. Denken Sie immer daran: Niemand verliert automatisch Geld, weil die Börse einbricht. Es verlieren immer nur diejenigen ihr Geld, die aus Unwissenheit und Unerfahrenheit keine sinnvollen Entscheidungen treffen können, um Verluste zu verhindern.

5. Fehler im Umgang mit Geld: Die Freiheit aufgeben
Ein Konto im Plus ist ein Stück Freiheit, denn das Guthaben auf dem Konto macht auch klar, dass Sie von niemandem abhängig sind. Kredite hingegen – ob nun sinnvoll wie bei der Immobilienfinanzierung oder unsinnig wie beim Urlaubskredit – machen abhängig und kosten Sie ein Stückchen Freiheit.

Und damit nicht genug: Wenn Sie Ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, zieht sich die Schlinge der Abhängigkeit immer enger um Ihren Hals. Deshalb sind Kredite tabu, wenn Sie nicht sicher sein können, dass Sie wirklich Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können – tauschen Sie nicht Ihre finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit gegen den kurzen Spaß eines kreditfinanzierten Urlaubs oder einer Anschaffung auf Pump.

6. Fehler im Umgang mit Geld: Gierig sein
„Gier frisst Hirn" lautet eine der Erkenntnisse der Finanzbranche und ist durchaus als Aufforderung an den Verkäufer zu verstehen. Denn wenn uns besonders lukrative Angebote locken, dann setzt bei manchen Menschen der Verstand aus – und das ist vom Verkäufer durchaus gewollt. Machen Sie sich deshalb die „Nacht drüber schlafen"-Regel zu eigen: Treffen Sie Entscheidungen niemals sofort, sondern lassen Sie sich Bedenkzeit geben, tauschen Sie sich mit Freunden oder Experten aus und entscheiden Sie sich immer erst nach der Bedenkzeit.

Will der Verkäufer Sie unter Druck setzen („Das Angebot gilt nur heute"), können Sie sofort eine Entscheidung treffen und ablehnen: Seriöse Berater setzen Ihnen niemals die Pistole auf die Brust.

Veröffentlicht am 10. September 2008
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