Bank & Konto

Das erste Papiergeld – bedeutsam für den Handel

Im zweiten Teil der Themenreihe „Vom Tauschhandel bis zum Euro“ wurde Ihnen gezeigt, dass durch den Einsatz von Münzen als Zahlungsmittel, die anfänglichen Probleme des Tauschhandels gelöst werden konnten. Im dritten Teil der Serie wird die Einführung von Papiergeld in Form von Banknoten vorgestellt, die eine weitere Erleichterung des Handels bedeutet.

Papiergeld hatte seinen Ursprung in China
Der Ausgangspunkt des Papiergeldes liegt im zehnten Jahrhundert nach Christus in China und war ein langwieriger Prozess. Nachdem es zunächst zur Erleichterung des staatlichen Salzhandels zur Nutzung von Banknoten kam und auch bei Münzknappheit auf Papiergeld zurückgegriffen wurde, folgte 1402 die erneute Abschaffung des Papiergelds.

Auslöser war die schwache Zahlungsmoral der Kaiser, die zwar eifrig Banknoten zur Kriegsfinanzierung druckten, aber nicht auf die Deckung achteten. So kam es immer wieder zu starken Inflationen, die einen frühen Durchbruch des Papiergelds in China verhinderten.

Papiergeld in Europa: Erstes Land war Spanien
Die ersten Banknoten in Europa wurden erst Anfang des 15. Jahrhunderts in Spanien herausgegeben. Grund dafür war aber nicht, dass eine Handelserleichterung erreicht werden sollte, sondern eine Münzknappheit. Den Gedanken, den Handel mit Papiergeld zu erleichtern, hatte die Bank von Amsterdam erst Anfang des 17. Jahrhunderts. 

Zwar wurden schon während dieser Zeit die Einzahlungsquittungen von Münzen auf Bankkonten vereinzelt akzeptiert, entsprachen aber noch nicht der offiziellen Banknote. Am 16. Juli 1661 wurden dann durch die Bank von Stockholm die ersten offiziellen Banknoten in Europa emittiert. Doch blieb der Erfolg wieder aus, da es auch hier große Skepsis bezüglich der Rückzahlung gab.

Erst im weiteren Verlauf der Geschichte wuchs das Vertrauen in Papiergeld, gestützt von dem Gedanken, es jederzeit wieder in Münzen umtauschen zu können. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Banknote allgemein in Deutschland als Zahlungsmittel neben der Münze akzeptiert.

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Rolf Morrien