Max Herbst: Geld zu guten Zinsen auf Tagesgeldkonto parken

Die aktuelle Zinssituation freut Kreditnehmer. Wer sein Geld anlegen möchte, muss sich jedoch mit mageren Renditen zufrieden geben. Einzig ein Tagesgeldkonto verspricht noch annehmbare Renditen von durchschnittlich 2 %.

Ein Tagesgeldkonto bietet darüber hinaus den Vorteil, dass Sie frei über das angelegte Kapital verfügen können.

Bevor Sie sich für ein Tagesgeldkonto entscheiden, sollten Sie die Konditionen genau kennen. Achten Sie auf zusätzliche Kosten und Auflagen. Die können die Rendite schmälern. Prüfen Sie vor allem die folgenden Punkte:

Mindestanlage: Bei einigen Angeboten für ein Tagesgeldkonto müssen Sie eine Mindestsumme von z.B. 2.500 Euro anlegen. Rutschen Sie darunter, bekommen Sie niedrigere Zinsen.

Gebühren: Teilweise werden bis zu 10 Euro Kontoeröffnungs- und bis zu 4 Euro monatliche Kontoführungsgebühr für ein Tagesgeldkonto verlangt. Bei niedrigen Anlagebeträgen zahlen Sie mehr Gebühren, als Sie Zinsen bekommen.

Kunden-Service: Eine Kostenfalle kann der telefonische Kunden-Service sein. Er wird bei eingen Banken über eine 0180-5-Nummer abgewickelt (12 Cent/Minute). Günstiger erledigen Sie Ihre Transaktionen über das Internet.

Zeitliche begrenzte Aktion: Topzinsen können sich als Lockangebote entpuppen, die nur für wenige Monate gelten. Lohnt sich dann der Aufwand einer Kontoeröffnung?

Turnus der Zinszahlungen: Werden die Zinsen dem Tagesgeldkonto monatlich gutgeschrieben, ergibt sich durch den Zinseszinseffekt eine höhere Jahresrendite.

Beschränkung der Auszahlung: Obwohl es als Tagesgeldkonto beworben wird, versteckt sich hinter manchem Angebot ein gewöhnliches Sparbuch. Zwar sind die Zinsen höher, aber Sie können innerhalb eines Monats z.B. nur über 3.000 Euro frei verfügen.

Der Autor: Max Herbst ist Chef der "FMH-Finanzberatung Max Herbst" in Frankfurt.

Veröffentlicht am 13. Juni 2005
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