Geldanlage

Aktiensplitts als Qualitätsmerkmal

Bei einem Aktiensplitt werden quasi „über Nacht“ aus einer zwei oder mehr Aktien. Sie, als Aktionär freuen sich dann über ein Mehr an Aktien. Da im Gegenzug der Kurs aber um den Faktor des Splitts sinkt, stellt sich die Frage, wozu es Splitts gibt. Aktiensplitts können als Qualitätsmerkmal verstanden werden, denn nur Unternehmen, deren Kurse kontinuierlich steigen, können immer wieder „splitten“.

Vor kurzem hat das amerikanische Unternehmen Hormel durch einen Aktiensplitt von 2:1 die Zahl seiner Aktien verdoppelt, gleichzeitig wurde der Aktienkurs halbiert. Damit haben die Aktionäre auf den ersten Blick nichts von einem Aktiensplitt, denn sie tauschen quasi einen 20 Euro Schein in zwei zehn Euro Scheine. Wozu sind Splitts dann überhaupt da?

Für Kleinanleger attraktiv bleiben

Mit einem Aktiensplitt versuchen Unternehmen zum einen, ihre Kurse optisch "billig" zu halten. Gerade amerikanische Firmen splitten häufig, wenn der Aktienkurs 100 Dollar deutlich und nachhaltig übersteigt. Steigt der Kurs einer Aktie immer weiter, können sich vor allem Kleinanleger eine Investition in das Unternehmen nicht mehr leisten.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Aktie von Bershire Hathaway. Sie kostet im Moment rund 200.000 Dollar. Für die meisten Aktionäre ist der Betrag nicht finanzierbar, und wenn doch, kann man sich oft nur eine Aktie leisten. Dabei ist der Besitz möglichst vieler Papiere für die meisten Anleger attraktiver. Mit einem Splitt halten Unternehmen die Kurse also optisch billig, damit die Aktien für möglichst viele Anleger erschwinglich bleiben. In der Folge investieren oft mehr Menschen in die Aktien, die Nachfrage steigt und damit auch der Kurs.

Mehrfache Splitts sind häufig ein Qualitätsmerkmal

Ein Aktiensplitt alleine sagt erst einmal wenig über die Qualität eines Unternehmens aus. Geht man aber davon aus, dass vor allem die Kurse guter Unternehmen langfristig kontinuierlich steigen, können mehrfache Splitts durchaus ein Qualitätsmerkmal sein.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise bei einem Kurs von 100 Euro einen Splitt von 2:1 durchführt, ist die Aktie am nächsten Tag erst einmal nur noch 50 Euro wert. Wirtschaftet das Unternehmen dann weiter erfolgreich, steigt auf mittlere Sicht der Kurs weiter und erreicht irgendwann wieder 100 Euro. Dann erfolgt der nächste Splitt.

Beispiele für langfristig erfolgreiche Unternehmen, die regelmäßig Splitts durchführen, sind IBM und Coca-Cola. Wer bei der Gründung z. B. nur eine Aktie dieser Unternehmen gekauft hat, darf sich heute über rund 12.000 bzw. 9.200 Aktien freuen. Auch deutsche Qualitätsunternehmen haben schon mehrfach "gesplittet", z. B. Fuchs-Petrolub oder BASF.

Eine Übersicht mit Unternehmen, die Splitts durchgeführt haben oder dies noch tun wollen, finden Sie  z. B. unter http://www.hitnrun.de/aktiensplits-splitkalender.htm, http://www.dreieck-trading.de/splitkalender_aktiensplit_split.htm.

Hinweis: Die Nennungen der Firmen dient ausschließlich dazu, zu zeigen, wie Splitt funktionieren. Sie stellen ausdrücklich keine Kaufempfehlungen dar.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Jörgen Erichsen