Geldanlage

Aktienmarkt – Rückblick erstes und Ausblick zweites Halbjahr 2016

Aktienmarkt – Rückblick erstes und Ausblick zweites Halbjahr 2016
geschrieben von Jörgen Erichsen

Was für ein Aktienhalbjahr 2016! Begonnen hat das Börsenjahr beim DAX mit rund 10.800 Punkten, im Frühjahr hat er sogar die 9.000 Punkte-Grenze nach unten durchbrochen, nur um danach wieder steil nach oben zu drehen. Der DOW-Jones steht aktuell sogar tiefer als zu Jahresbeginn.

Ein Halbjahr, das wahrlich nichts für schwache Nerven war. Auch bei Einzelaktien hat es deutliche Unterschiede in der Entwicklung gegeben. Aus dem DAX haben u. a. Adidas, RWE oder Henkel eine gute, Daimler, Allianz und Commerzbank eine eher schlechte Performance hingelegt. Insgesamt überwogen aber die Kursrückgänge. Und vor allem zum Schluss des ersten Halbjahres dominiert der Brexit das Tagesgeschehen und dies wird sich wohl auch in den kommenden Monaten nicht ändern. Was sollen Aktionäre also jetzt tun und wie geht es jetzt weiter?

Mehr Kursrückgänge als Zuwachs

Wer also in 2016 an der Börse aktiv war, konnte sich im Mittel nur geringer Kurszuwächse erfreuen. Positiv hervorzuheben ist, dass es in 2016 bis jetzt schon Rekordzahlungen an Dividenden gegeben hat, das tröstet ein wenig über die im Schnitt sehr mäßige Kursperformance hinweg. Leider lassen sich aktuell keine seriösen zur Kurs- und Indexentwicklung bis zum Jahresende treffen. Denn kurzfristig ist an den Börsen alles möglich, da es zahlreiche Übertreibungen gibt, sowohl nach oben als auch nach unten. Wie schnell das Pendel umschlagen kann, hat man in den Tagen vor und nach dem Brexit-Referendum gesehen: In den Tagen vorher sind die Kurse um gut 10 % gestiegen, in den Tagen danach um etwa den gleichen Wert gesunken.

Und auch andere Krisen sind noch lange nicht ausgestanden, sondern sie schwelen weiter. Stichworte u. a. Griechenland, Ukraine und Türkei.

Die meisten Experten erwarten daher, dass es unter erheblichen Schwankungen leicht aufwärts gehen wird, zumindest dann, wenn sich abzeichnet, wie der Brexit abgewickelt werden soll und welche Folgen sich tatsächlich ergeben werden. Denn die Gewinne guter Unternehmen steigen (bis jetzt) weiter an, was sich langfristig positiv auf die Kurs- und Dividendenentwicklung auswirken sollte.

Wie sollten Sie investieren?

Anleger, die investiert sind, gute Wachstumswerte und führende Weltunternehmen ausgewählt haben, sollten einen klaren Kopf bewahren und ihre Aktien möglichst behalten, außer sie benötigen in den nächsten Monaten Geld und sie müssen hierfür Aktien veräußern. Und Kursrückgänge sind nicht gleichbedeutend mit Verlusten, denn Verluste entstehen nur, wenn man tatsächlich unter dem Einstandskurs verkauft. Und Dividendenzahlungen tragen zumindest zum regelmäßigen Einkommen bei und mildern die (gefühlten) Verluste etwas ab.

Unabhängig von allen Krisen werden die Menschen weltweit nach wie vor einen steigenden Bedarf an Lebensmitteln, Gesundheitsartikeln und Dienstleistungen, Chemieprodukten oder Telekommunikations- und Internet-Dienstleistungen haben, egal wie z. B. die Handelsbeziehungen mit Großbritannien in einigen Jahren aussehen werden. Mutige Anleger können daher auch überlegen, ob sie zumindest einen Teil ihres für mehrere Jahre frei verfügbaren Geldes jetzt dazu nutzen, bei Kursrückgängen moderat nachzukaufen. Allerdings muss man damit rechnen, dass man zumindest kurzfristig weitere Kursrückgänge hinnehmen muss. Allerdings hat es in den letzten 100 Jahren keine Krise gegeben, die dazu geführt hat, dass die Kurse nicht wieder angestiegen sind.

Und Krisen hat es durchaus reichlich gegeben, z. B. zwei Weltkriege, Öl- oder Finanzkrisen, Golfkrise usw. Wem der Kauf von Einzelaktien zu riskant ist, sollte überlegen, ob er monatlich oder auch einmalig in breit aufgestellte ETF-Fonds investiert. Wer monatlich immer für den gleichen Betrag ETFs kauft, profitiert auch bei Kursrückgängen, da man bei sinkenden Kursen einen höheren Anteilswert erwirbt und umgekehrt.

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Jörgen Erichsen

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