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Aktienanlage – Was ist eine Stop-Buy-Order?

Aktienanlage – Was ist eine Stop-Buy-Order?
geschrieben von Jörgen Erichsen

Über Sinn, Ziele und auch die Risiken von so genannten Stop-Loss-Ordern zur Verlustbegrenzung bei Kursrückgängen wurde an dieser Stelle schon berichtet. Es gibt aber auch Stop-Buy-Order mit der entgegengesetzten Zielrichtung, was vielen Anlegern nicht bekannt ist. Was verbirgt sich dahinter und können Privatanleger diesen Ordertyp sinnvoll nutzen?

Eine Stop-Buy-Order ist ein Kaufauftrag, der beim Erreichen oder Überschreiten eines vom Anleger festgelegten Kurses zum nächsten ermittelten Börsenkurs ausgeführt wird. Und zwar- wie bei einer Stop-Loss-Order – unabhängig davon, ob der nächste Kurs über oder unter dem Stop-Buy-Kurs liegt.

Beispiel: Eine Aktie ist notiert bei 100 Euro. Ein Anleger möchte die Aktie zu 90 Euro erwerben, erteilt seiner Bank daher einen Stop-Buy-Auftrag zu diesem Kurs. Die Aktie fällt auf 90 Euro, die Order wird ausgelöst, allerdings erst zum nächsten Kurs, der bei 93 Euro liegt. Der Anleger im Beispiel zahlt also 3 Euro pro Aktie mehr als er gewollt hat.

Stop-Buy-Order sind vor allem für Anleger geeignet, die entweder auf sinkende Kurse spekulieren, zu denen sie ein Wertpapier kaufen möchten, da sie sich relativ sicher sind, dass der Kurs später wieder steigen wird. Oder für Anleger, die eine Aktie erst kaufen möchten, wenn auch der "breite Markt", sprich die Masse der Anleger die Aktie entdeckt hat und daher für steigende Kurse sorgt. In beiden Fällen wollen Anleger die Kursentwicklung des Papiers aber nicht regelmäßig beobachten und setzen daher auf den Automatismus limitierter Order.

Vor- und Nachteile der Order beachten

Der Vorteil dieser Art zu kaufen ist, dass es bequem ist, man selbst nicht (mehr) aktiv werden muss und man die Rahmenbedingungen im Kern vorher gut überlegen und auch festschreiben kann. Die meisten Banken nehmen heute keine Extra-Gebühren für limitierte Order und auch Änderungen oder Löschungen sind mittlerweile fast immer kostenfrei (sicherheitshalber beim Institut erfragen).

Der Nachteil ist, dass eine Order in der Regel nicht genau zu dem Kurs ausgeführt wird, zu der man die Order erteilt hat. Wie das Beispiel zeigt, kann der nächste Kurs nach Auslösung der Aktivierung über oder unter dem gewünschten Kurs liegen. Liegt er unterhalb, profitiert man durch noch niedrigere Einstiegskosten. Liegt er oberhalb, zahlt man doch mehr als gewünscht.

Daher ist es häufig günstiger, sich vorher einen genauen Kurs zu überlegen, den man für den Erwerb einer Aktie auszugeben bereit ist und dann seiner Bank den Auftrag erteilt, genau zu diesem Kurs eine bestimmte Anzahl Wertpapiere zu kaufen (limitierte Order). Zwar ist dann die Möglichkeit, eine Aktie noch billiger zu erwerben, nicht mehr gegeben, aber auch das Risiko, ungewollt einen höheren Preis zu zahlen, entfällt. Auch limitierte Aufträge und deren Änderungen sind oft kostenfrei.

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Jörgen Erichsen

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