Aktienanlage: Können Sie jetzt vom Wachstum in Schwellenländern profitieren?

Trotz Risiken gibt es Möglichkeiten in Emerging Markets zu investieren.

Als Emerging Markets werden solche Länder oder Märkte bezeichnet, die sich gerade entwickeln und dabei sind, künftig voraussichtlich weltweit an Bedeutung zu gewinnen. Häufig werden klassische Schwellenländer wie China oder Indien zu den Emerging Markets gezählt. Doch lohnt es sich für Sie, hier zu investieren?

Das sind Emerging Markets

Es gibt zahlreiche Länder, die den Emerging Markets zugerechnet werden. Dazu gehören große und inzwischen wichtige Länder wie China, Indien oder auch Brasilien. Aber auch kleinere Länder wie Bulgarien oder Rumänien zählen zu den Emerging Markets. Allen Ländern und Märkten ist gemeinsam, dass sie im Vergleich zu etablierten Volkswirtschaften wie den USA, Großbritannien, Frankreich oder Deutschland wesentlich höhere Wachstumsraten aufweisen und sich auch dynamischer entwickeln. Fast alle Experten aus Wirtschafts- und Finanzwelt erwarten, dass sich die Länder schon in wenigen Jahren zu wichtigen Volkswirtschaften entwickeln könnten. Damit bieten sich zumindest auf den ersten Blick auch gute Chancen für Sie als Aktionär, wenn Sie Aktien von Firmen dieser Länder kaufen.

Großes Risiko für Kleinaktionäre

Doch die Risiken sind vor allem für Kleinaktionäre erheblich und oft unkalkulierbar: Die Entwicklung in den Ländern verläuft oft nicht linear und ist großen Schwankungen unterworfen. In einigen Ländern, wie z. B. Brasilien, gibt es Konjunkturkrisen und in anderen Ländern sind die Aktienindizes und -kurse in den letzten Jahren teilweise um die Hälfte eingebrochen. Und auch die politischen Bedingungen sind oft (noch) nicht so stabil, dass sich die Wirtschaft in Ruhe entwickeln kann. Hinzu kommt, dass es für Nicht-Institutionelle Anleger schwer ist, aus der Vielzahl der in den jeweiligen Ländern agierenden Unternehmen diejenigen auszuwählen, die eine wirklich gute Zukunftsperspektive haben.

So können Sie als Aktionär doch noch profitieren

Wer dennoch von den fraglos vorhandenen Chancen in Schwellenländern profitieren möchte, sollte nicht Aktien einzelner Unternehmen kaufen, sondern breit streuende Fonds, möglichst ETF und hier nicht einmalig eine Position erwerben, sondern monatlich einen bestimmten Betrag, z. B. 200 Euro, zum regelmäßigen Erwerb von Anteilen investieren. So profitieren Sie dauerhaft von steigenden Kursen, können aber auch bei sinkenden Kursen ruhig bleiben, da Sie mehr Anteile für den Betrag erhalten. Damit lässt sich das Verlustrisiko zumindest erheblich begrenzen.

Diese Möglichkeiten haben Sie noch

Eine andere Möglichkeit von den Chancen in Emerging Markets zu profitieren, ist der Kauf von Aktien profitabler Großunternehmen und Konzerne mit guten Wachstumsperspektiven. Fast alle Global Player wie z. B. Coca-Cola, Procter & Gamble, Praxair oder Johnson & Johnson sind seit Jahren auch erfolgreich in Schwellenländern aktiv und bauen ihre Marktanteile dort kontinuierlich aus. Der Vorteil für Sie: Wenn es in den Emerging Markets einmal nicht so gut läuft, können die Konzerne die Schwächen durch bessere Geschäfte in anderen Regionen meist kompensieren. Und man hat gleichzeitig eine gute Risikostreuung, da man nicht nur auf einzelne Länder setzt.

Wichtig: die Nennung von Unternehmen stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlungen dar, sondern dient ausschließlich dazu, die Ausführungen zu verdeutlichen.

 

Veröffentlicht am 11. November 2016