Geldanlage

Aktienanlage: So verdienen Sie mit der Dividende

Wenn Sie Aktien kaufen, wollen Sie Gewinne erzielen. Viele Anleger setzen Gewinne vor allem mit Kurssteigerungen gleich. Dass viele Aktiengesellschaften Dividenden zahlen, wird als weniger wichtig erachtet. Dabei zeigen Untersuchungen, dass mehr als 40 Prozent des durchschnittlichen Gesamtgewinns der Dividende zu verdanken sind. Lesen Sie, auf was Sie bei der Auswahl lukrativer Dividendentitel achten müssen.

Dividende trägt erheblich zum Gesamtgewinn bei

Wer Aktien kaufen will, sollte nur auf Werte setzen, die er über einen Zeitraum von zehn und mehr Jahren halten möchte. In dieser Zeit steigen bei guten Unternehmen in den allermeisten Fällen die Kurse, und beim Verkauf lässt sich dann ein guter Gewinn erreichen.

In der Zwischenzeit dient die Dividendenzahlung dazu, einen regelmäßigen
Geldzufluss zu sichern. Und über die Jahre kommt auch hier oft eine
attraktive Summe zustande.

Zwei vereinfachte Beispiele: Wer 1997 Aktien
von BASF gekauft hat, konnte bis heute knapp 50 Prozent des investierten Geldes
durch Dividendenzahlungen wieder einspielen. Wer vor rund 12 Jahren
Aktien von Aurubis erworben hat, dem sind über Dividendenzahlungen sogar
fast 55 Prozent des Kaufpreises in Form von Dividenden zugeflossen.

Auf Aktien mit konstanter Dividendenzahlung setzen

Wenn Sie auf der Suche nach Aktien mit einer hohen Dividendenzahlung sind, sollten Sie auf mehrere Aspekte achten. Auch wenn es im ersten Moment schwer fällt: Wählen Sie ein Wertpapier möglichst nicht nur nach der Höhe der Dividende aus. Sehen Sie sich vor allen Dingen an, wie lange und vor allem wie kontinuierlich das Unternehmen die Gewinne schon ausschüttet.

Außerdem sollten Sie prüfen, ob es in der Vergangenheit konstante oder unregelmäßige Zahlungen gegeben hat. Zahlreiche Unternehmen vor allem aus den USA, Kanada oder England sind für konstante und oft auch über lange Perioden steigende Dividenden bekannt. Unternehmen aus anderen europäischen Ländern verändern die Zahlungen häufig; ab und zu fallen sie sogar ganz aus. Was nützt es Ihnen, wenn ein Unternehmen in einem Jahr eine hohe, im nächsten Jahr nur eine gekürzte Dividende zahlt?

Auf zwei weitere Aspekte sollten Sie bei der Auswahl ebenfalls achten:

 

  1. Hat das von Ihnen favorisierte Unternehmen die Dividende über einen Zeitraum von zehn und mehr Jahren zumindest im Durchschnitt gesteigert (Ausnahmen können Kürzungen in besonders starken Wirtschaftskrisen sein)?
  2. Außerdem sollten Sie sich informieren, ob die Gesellschaft sich die Dividendenzahlung wirklich leisten kann. Unternehmen sollten möglichst nicht mehr als 50-80 Prozent des erzielten Gewinns als Dividenden ausschütten. Den restlichen Gewinn sollten die Firmen in die Verbesserung der Marktposition (Produktentwicklung, Markterschließung) stecken.
    Und von Aktiengesellschaften, die mehr Dividende ausschütten als sie überhaupt Gewinn erzielt haben, sollten Sie die Finger lassen. Denn diese Firmen zahlen die Dividende aus der Substanz, müssen also z.B. Vermögensgegenstände verkaufen. Dies führt auf lange Sicht zu einer schwächeren Marktposition, weiter sinkenden Gewinnen und zu oft zu länger anhaltenden Dividendenkürzungen oder gar -ausfällen.
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Jörgen Erichsen