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Aktienanlage – Rückblick Börse 2013 und Handlungsempfehlungen für 2014

Aktienanlage – Rückblick Börse 2013 und Handlungsempfehlungen für 2014
geschrieben von Jörgen Erichsen

Im Schnitt haben wichtige Aktienindizes wie Dax und Dow-Jones in 2013 im Wert um rd. 25 bzw. 28% zugelegt. Wer im vergangenen Jahr in Aktien investiert hat, wurde reich belohnt. Aus 10.000 Euro sind bei einer Anlage des Geldes im DAX rund 12.500 Euro geworden. Allerdings nur im Schnitt. Denn bei der Entwicklung von Einzelwerten hat es extreme Unterschiede gegeben, wie ein Blick auf den DAX zeigt.

Erheblich besser als der DAX haben sich auf Jahressicht u.a. Unternehmen wie Continental, Deutsche Post, Daimler, Deutsche Telekom oder Bayer mit Zuwächsen von 42 bis über 80% entwickelt. Deutlich schlechter lief es für Firmen wie Kali + Salz, Lanxess, RWE, EOn oder Thyssenkrupp.

Wer Aktien von diesen Unternehmen besitzt, musste Verluste von bis zu 37% verkraften. Auf Sicht von 5 Jahren konnten Lanxess aber immerhin um gut 270% zulegen, Continental um stolze 467%. Die Deutsche Telekom aber nur um rund 19%.  

So profitieren Privatanleger von der prognostizierten positiven Entwicklung in 2014 

Die meisten Aktien- und Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass es in 2014 mit den Aktienkursen insgesamt weiter bergauf geht, wenn auch mit geringeren Zuwachsraten als in 2013. Die extremen Unterschiede bei der Entwicklung von Einzelwerten zeigen aber, dass es nicht nur für die Profis schwer ist, auf Sicht von einem oder wenigen Jahren zuverlässige Prognosen zur Wertentwicklung zu treffen.

Privatanleger haben es noch schwieriger, da diese nicht so leicht an alle notwendigen Daten zur Bewertung von Aktiengesellschaft gelange wie Börsenprofis. Daher gibt es für Privatanleger im Grunde nur zwei Möglichkeiten, von der Entwicklung der Aktienmärkte zu profitieren. Die einfachere Variante ist, sich "den gesamten Markt zu kaufen", bevorzugt mit so genannten Index-Zertifikaten.

Mit diesen Zertifikaten setzt man auf einen oder mehrere Indizes, z.B. DAX oder DOW-Jones. Das Zertifikat entwickelt sich im Kern so wie sich der Gesamtindex. Für 2013 bedeutet das, dass man etwa 25% Gewinn erzielen konnte. Das ist zwar ein deutlich niedrigerer Zuwachs als es z.B. mit Continental (84%) möglich gewesen wäre; es wäre aber auch kein Verlust von 38% entstanden, wie er z.B. bei Kali + Salz eingetreten ist.

Zertifikate eignen sich vor allem für Anleger, die über zu wenig Geld verfügen, um mehrere Einzelaktien zu kaufen. Denn ein Grundsatz bei der Aktienanlage lautet, nie alles auf eine Karte zu setzen, weil es immer vorkommen kann, dass selbst als gut eingestufte Aktien in die Verlustzone geraten.

Daher ist die zweite Möglichkeit, die Investition in Einzelaktien, vor allem für Anleger geeignet, die über ausreichend Geld verfügen, um in mindestens 5-7 unterschiedliche Aktien aus mehreren Branchen zu investieren.

Dabei sollten – wie bereits dargestellt – bestimmte Grundsätze beachtet werden, u.a. eine positive Kurs-, Gewinn- und Dividendenentwicklung über einen Zeitraum von mehr als 10-15 Jahren, ein verständliches und nachvollziehbares Geschäftsmodell, eine Investition vor allem in Großunternehmen und Branchen, die sich voraussichtlich auch künftig weiter positiv entwickeln, z.B. Konsum, Ernährung oder Gesundheit.

Zudem sollte der eigene Anlagehorizont 10 Jahre und mehr betragen, und das Geld, das man investiert hat, sollte man in den nächsten 5-10 Jahren möglichst nicht benötigen, da es kurzfristig trotz eigentlich guter Rahmenbedingungen auch immer wieder zu Kurseinbrüchen kommen kann. Nicht zuletzt sollte man noch über Geldreserven verfügen, um bei möglichen Kursrückgängen bei Unternehmen, von denen man überzeugt ist, zu günstigeren Kursen nachkaufen zu können.

Wer über die genannten Voraussetzungen verfügt und sich an diese Regeln hält, kann auch mit der Investition in Einzelwerte langfristig überaus erfolgreich sein und viel Geld verdienen.

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Jörgen Erichsen

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