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Aktienanlage – Rückblick 2015, Ausblick 2016

Aktienanlage – Rückblick 2015, Ausblick 2016
geschrieben von Jörgen Erichsen

Das Börsenjahr 2015 war geprägt von zum Teil heftigen Ausschlägen mit Höhen und Tiefen. Gute und schlechte Nachrichten wechselten in kurzen Intervallen. Nach dem Anstieg des DAX auf den Höchststand von rund 12.500 Punkten folgte ein Absturz um zweitweise mehr als 3.000 Punkte, am Ende gab es eine Landung bei knapp 10.800 Punkten. Was bedeuten die Turbulenzen und Ergebnisse für das Aktienjahr 2016?

Seit etwa sechs Jahren geht es an wichtigen Börsen per Saldo nach oben. Trotz der Schwankungen in 2015 haben sich DAX und Euro STOXX 50 zum Teil deutlich positiv entwickelt; der DOW-Jones lag allerdings leicht im Minus.

Rückblick 2015

Verantwortlich für die Schwankungen waren zum einen die negativen Nachrichten wie z. B. Terrorakte, sinkendes Wachstum in Schwellenländern, die Zinsanhebung der US-Notenbank, die weiter schwelende Euro-Krise (u.a. Griechenland) und die Unsicherheiten bezüglich des Fortgangs der Flüchtlingsströme.

Positiv haben sich der schwache Euro (für Exporteure), niedrige Zinsen, sinkende Energiekosten und das insgesamt intakte weltweite Wachstum ausgewirkt.

Und es gab extreme Unterschiede je nach Branche. 2015 war beispielsweise mit Energie- und Ölfirmen kein Geld zu machen (Ausnahme Dividendenerträge), da hier der sinkende Ölpreis negativ zu Buche schlägt. Auch mit Banktiteln war per Saldo wenig zu verdienen. Hausgemachte Probleme gab es u.a. bei VW, dessen Aktienkurs stark eingebrochen ist.

Auf der Gewinnerseite hingegen standen solide Wachstumsunternehmen wie Starbucks (rd. 60% Zuwachs), Nike (+49%), McDonalds (+39%), Fuchs Petrolub (+30%). Microsoft (+30%), SAP (+25%) und viele andere solide wirtschaftende Firmen.

Potenzial für 2016

Zwar kann niemand verlässlich prognostizieren, wie es im nächsten Jahr an der Börse insgesamt weitergehen wird und ob z. B. die Kurse der genannten (und ausdrücklich nicht als Kaufempfehlung zu verstehenden) Unternehmen weiter so laufen werden wie bisher. Aber die Rahmenbedingungen für weitere Kursanstiege sind nach wie vor gut. Denn für Anleger gibt es kaum Alternativen zu Aktien, wenn sie eine gute Rendite erzielen wollen.

Nahezu alle Experten gehen davon aus, dass zumindest die Zinsen im Euroraum in den nächsten Jahren niedrig bleiben werden. Und auch die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft sind überwiegend gut. Die Deutsche Bank geht beispielsweise von mehr als 3% aus. In Deutschland soll die Wirtschaft um 1,5 – 2,0% zulegen.

Dennoch werden auch die Unsicherheiten und Schwankungen voraussichtlich weitergehen. Es bleiben viele Fragen, die aus heutiger Sicht nicht beantwortet werden können, etwa, wie es mit dem Wachstum in China weitergeht, wie sich die Euro-Krise entwickelt oder welche Auswirkungen die US-Wahlen haben werden. Und sicher kommen noch Fragen, von denen man heute noch nichts weiß. Trotzdem zeigen die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, dass es an den Aktienmärkten per Saldo trotz aller Krisen und Rückschläge kontinuierlich nach oben geht.

Besondere Sorgfalt bei der Aktienauswahl wichtiger denn je

Für Anleger ist es in einem unsicheren Umfeld noch wichtiger als sonst, sich besonders sorgfältig über die Qualität von Unternehmen zu informieren und auf einen ausgewogenen Branchenmix zu achten. Eine mögliche Strategie kann auch darin bestehen, sich auf Titel oder Branchen zu konzentrieren, die im letzten Jahr weniger gut gelaufen sind, etwa aus dem Energiesektor. Allerdings ist das mit Risiken behaftet, denn auch wenn Öl und andere fossile Energieträger in den kommenden Jahrzenten noch benötigt werden, bedeutet das nicht automatisch, dass die Kurse 2016 wieder zulegen.

Wer sich die Auswahl von Einzelunternehmen nicht zutraut, kann z. B. auf so genannte ETF mit breiter Streuung setzen, und partizipiert automatisch, wenn es nach oben geht. Allerdings macht er auch die Bewegungen nach unten mit. Durch die breite Streuung ist das Risiko aber tendenziell überschaubar.

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Jörgen Erichsen

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