Geldanlage

Aktienanlage – Deshalb ist ein ausgewogener Branchenmix wichtig

Wer Aktien einzelner Unternehmen kauft, muss verschiedene Aspekte beachten. Einer davon ist, dass er nicht nur Aktien von Firmen aus einer Branche erwirbt. Dabei schneidet man zwar gut ab, wenn die Kurse steigen. Doch die Risiken sind häufig größer

Wer Aktien einzelner Unternehmen kauft, muss nicht nur darauf achten, dass er Papiere von Firmen kauft, die seit langem bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, erfolgreich zu wirtschaften und dass sie mit ihrem Tun voraussichtlich auch künftig gut verdienen. Mindestens ebenso wichtig ist, dass man darauf achtet, Aktien von erfolgreichen Unternehmen aus verschiedenen Branchen zu kaufen. Denn geht es einem Unternehmen aus einer Branche mal weniger gut, werden meist auch die anderen Unternehmen von Aktionären abgestraft.

Denn es wird – häufig zu recht – angenommen, dass die Probleme, die bei einem Betrieb auftauchen, auch den Rest der Branche belasten. Aktuell ist das z. B. bei den Energieversorgern zu sehen. Alle großen Unternehmen der Branche haben mit erheblichen Schwierigkeiten durch den Strukturwandel im Energiesektor zu kämpfen und suchen Hände ringend nach Möglichkeiten, wieder profitabler zu werden. Wer noch vor rund 10 Jahren Papiere von EON, RWE und Co. gekauft hat, war sich sicher, mit diesen Investments dauerhaft erfolgreich zu sein.

Spätestens mit der Energiewende und dem Atomkraftwerk-Unfall in Japan ist es damit vorbei. Und wer sein Geld nur oder überwiegend in Aktien von Energieversorgern gesteckt hat, steht heute mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem insgesamt verlustreichem Engagement, auch wenn man über die Jahre sicher eine gute Dividende einstreichen konnte. Und die Zukunftsaussichten der Branche sind alles andere als rosig.

Das Beispiel zeigt: nur wenn man Aktien von Unternehmen unterschiedlicher Branchen investiert, kann sich zwar vor Kursverlusten nie ganz sicher sein, wenn es an der Börse insgesamt einmal weniger gut läuft.

Aber das Risiko, dass man insgesamt dauerhafte und größere Verluste erleidet, ist deutlich kleiner.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, welche Branchen überhaupt noch (einigermaßen) sicher und langfristig profitabel sind in einer Welt, die zunehmend unsicherer zu werden scheint? Hier hilft es z.B., sich zu fragen, welche Grundbedürfnisse mehr oder weniger alle Menschen haben, etwa Nahrung, Gesundheit/Medizintechnik, Kommunikation (u. a. Internet, Soziale Medien), Energie (mit den zuvor genannten Einschränkungen), Finanzdienstleistungen.

Vor allem diese Grundbedürfnisse will jeder Mensch erfüllt haben, auch wenn es wirtschaftlich oder politisch einmal weniger gut läuft. Unternehmen, die in einer dieser Branchen aktiv sind, haben im Kern gute Aussichten, weiter steigende Umsätze und Gewinne erzielen zu können. Natürlich muss man gerade in den Bereichen Energie, Kommunikation oder Finanzdienstleistungen immer wieder prüfen, am besten jährlich, ob ein Unternehmen weiter in der Lage ist, mit den dynamischen Marktänderungen (u. a. neue Technologien oder Geschäftsmodelle) klar zu kommen.

Bei den anderen genannten Branchen ist die Wahrscheinlichkeit extremer Schwankungen geringer, da diese Segmente sich bisher deutlich stabiler entwickelt haben.

Und das Wachstumspotenzial in den genannten Branchen ist groß, da es noch zahlreiche unerschlossene Märkte gibt, etwa in Südamerika, Asien oder Afrika. Hier fehlt es zwar oft noch an Kaufkraft, aber langfristig ist damit zu rechnen, dass auch diese Regionen einen höheren Wohlstand erreichen werden.

Und Konzerne, die schon lange erfolgreich in ihrem Segment aktiv sind, haben beste Aussichten, zu erkennen, wann der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, um erfolgreich in noch unerschlossene Länder und Märkte zu expandieren.

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Jörgen Erichsen