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Wie Anleger von der Energiewende profitieren können

Wie Anleger von der Energiewende profitieren können
geschrieben von Angela Kunze

Die Energiewende in Deutschland ist beschlossene Sache. Bis 2022 sollen alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden, während der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch bis 2050 bei 80 Prozent liegen soll, mehr als viermal so hoch wie heute. Durch den Wandel der Stromversorgung entstehen für die Anleger lukrative Investitionsmöglichkeiten.

Vor allem Sonnen- und Windenergie sowie Wasserkraft werden zukünftig eine größere Rolle im Energiemix spielen. Für den geplanten Ausbau dieser Energiequellen ist ein massiver Ausbau der Stromnetze nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ ("intelligente Stromnetze") notwendig.

Technologie mit großer Zukunft: "Intelligente Stromnetze"

Um auch in der Zukunft eine sichere und gleichmäßige Stromversorgung gewährleisten zu können, müssen intelligente Stromnetze, sogenannte "Smart Grids" installiert werden. Da die regenerativen Energiequellen wie Wasser, Wind und Sonne nicht überall in gleichem Maße vorhanden sind, muss die Infrastruktur an die Gegebenheiten angepasst werden.

Smart Grids sorgen für eine optimale Allokation der Stromversorgung, indem sie auf die jeweilige Nachfrage- und Verbrauchssituation reagieren und die Netzauslastung somit stabil bleibt. Die eingespeisten erneuerbaren Energien werden ständig neu verteilt und sorgen für eine optimale Effizienz. Ein lohnendes Geschäft: Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA sind Investitionen in Smart Grids zwischen 50 bis 75 Milliarden US-Dollar pro Jahr notwendig.

Anbieter von Smart-Grid-Komponenten und -Systemen werden nach einer Studie von Oxford Economics in den nächsten Jahren im Schnitt um sechs bis sieben Prozent pro Jahr wachsen.

Attraktive Depot-Beimischung

Anleger können über den direkten Erwerb einzelner Aktien an der Zukunftstechnologie mitverdienen. Die Unternehmen ABB, Schneider Electric, General Electric oder Siemens sind zum Beispiel in mehreren Smart-Grid-Bereichen aktiv und können von diesem Trend profitieren. Für Anleger, die das Risiko der Anlage in einzelne Aktien scheuen, sind Investmentfonds eine interessante Alternative. Themenfonds setzen auf Unternehmen, die den größten Teil ihres Umsatzes mit Smart Grids erwirtschaften.

Aber: Gemäß der alten Börsenweisheit "Lege nie alle Eier in einen Korb" sollte der Anleger die Produkte nur als Beimischung ins Depot nehmen. Wer nur auf einen Trend bei seiner Geldanlage setzt und nur in eine Branche investiert, trägt ein hohes Risiko.

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Angela Kunze

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