UBS: Der Kniefall eines Giganten

UBS kapituliert. Die UBS bezahlt 780 Mio. USD an die US-Justiz, um den Steuerstreit zu beenden und zeigt Reue.

Dies teilte das US-Justizministerium mit. Laut der Behörde räumt die Schweizerische Großbank ein, dass sie US-Steuerhinterziehern aktiv geholfen hat, Bankkonten vor dem Fiskus (Internal Revenue Service IRS) zu verstecken. Die UBS erklärte sich ferner bereit, die USA sofort die Identität und die Kontoangaben von "gewissen" US-Kunden zu liefern.

Die UBS muss gemäß der Vereinbarung außerdem "so schnell wie möglich" ihre Dienstleistungen für Kunden mit nicht deklarierten Bankkonten einstellen.

Reumütig versicherte die UBS, dass sie sich aus diesem Markt in den USA zurückzieht.

Auch wenn die Gesetze in der Schweiz – zum Glück – liberaler sind als anderswo, rechtfertigt das nicht, dass man Gesetze des "Gastgeberlandes" verletzt.

780 Mio. USD sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Pappenstiel. Aber vielleicht springt auch da der Staat ein?

Veröffentlicht am 19. Februar 2009