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So verhalten Sie sich bei einem Kursrutsch

So verhalten Sie sich bei einem Kursrutsch
geschrieben von Burkhard Strack

Bei einem Kursrutsch kommt es zum plötzlichen Abfallen eines oder mehrerer Börsenkurse. Geschieht dies, sollte man nicht zu überhastet handeln. Schließlich gibt es viele unterschiedliche Ursachen, die für einen Kurssturz verantwortlich sein können und auf die man ebenso unterschiedlich reagieren muss.

Ist es zu einem Kursrutsch gekommen, ist zunächst einmal eine Analyse angesagt. Zu achten ist darauf, ob der Absturz nur bei einem Unternehmen oder bei einer Branche erfolgt ist. Es ist zudem wichtig, auf die Bereiche zu schauen, die im weiteren Sinne zur Branche gehören. Mitunter können davon weitere Einflüsse ausgehen, die sich negativ auf die gesamte Branche auswirken.

Ferner ist zu prüfen, wie in jenem Moment die Stimmung an der Börse im Allgemeinen ist. Sofern eine generelle Nervosität festzustellen ist, heißt es im Fall von einem Kursrutsch die Ruhe bewahren. In dieser Situation ist nicht das Handeln eines kurzfristigen Zockers gefragt.

Warum Kurspflegemaßnahmen eingesetzt werden

Zeitweilig kann es nach Emissionen oder nach Erhöhungen des Kapitals zu einem Kursrutsch kommen. Aus diesem Grund werden sogenannte Kurspflegemaßnahmen eingesetzt. Dies ist sogar seitens der Konsortialbanken gewollt.

Das Bild der Kurspflegemaßnahmen

Für das richtige Management von Kursen im Fall von einem Kursrutsch bieten sich drei sogenannte Kurspflegemaßnahmen an. So wird in der Regel eine reine Stabilisierung herbeigeführt. Diese Maßnahme greift bei fallenden Kursen. In dem Fall erfolgt ein Rückkauf von Aktien transparent und regulär an der Börse.

Eine weitere Kurspflege erfolgt in Form von Shortpositionen. Aufgebaut wird dabei eine Verbindlichkeit. Platziert werden anfänglich mehr Aktien, als dies eigentlich erforderlich ist. Komplettiert wird das Bild der Kurspflegemaßnahmen von Strafgeboten. Von Konsortialbanken erfolgt ein Stützen der Kurse. Zum Teil werden von Kunden aufgegebene Verkaufsaufträge zurückgehalten. Andererseits wird eine Konsortialbank selbst tätig und kauft Aktien auf.

Ob es letztendlich ein Patentrezept zum Schutz vor einem Kursrutsch gibt, bleibt offen. Die jeweilige Situation ist äußerst genau zu analysieren. Je nach Ursache muss dann die Entscheidung für den richtigen Weg gefunden werden.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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