So schaffen Sie den Einstieg in die Aktienwelt

So schaffen Sie den Einstieg in die Aktienwelt

58 % der Deutschen besitzen den unrentablen Klassiker namens Sparbuch (2013). Doch nur 7 % (2014) investieren in Aktien. Vielfach wird der Aktienmarkt als unübersichtlich und unberechenbar wahrgenommen. Dabei sind Anteilsscheine eine der wenigen Geldanlagen, die in Zeiten extrem niedriger Zinsen noch Rendite versprechen.

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihren Einstieg in die Aktienwelt
gestalten.

Planen und Grundkapital bestimmen

Bevor Sie Ihren Einstieg in die Aktienwelt vollziehen, sollten Sie ein akzeptables Startkapital zur Verfügung haben. Auch wenn eine pauschale Aussage zur Mindestanlagehöhe kaum zu treffen ist, so sind Beträge ab 5.000 EUR (besser das Doppelte) zumindest sinnvoll. Durch Gebühren und Risikodiversifizierung halten sich so die Kosten pro Aktie in einer nachvollziehbaren Strategie relativ niedrig.

Der teilweise oder gar vollständige Verlust dieses Geldes sollte für Sie verschmerzbar sein. Nehmen Sie keinesfalls einen Kredit für Aktiengeschäfte auf, auch wenn viele Banken genau dies anbieten. Es ist nicht sichergestellt, dass Sie die Kreditraten inkl. Zinsen durch Aktiengewinne bedienen können.

Weiterhin sollten Sie sich über den Aktienhandel genauestens informieren. Ihnen sollte kein wichtiger Begriff unbekannt sein. Ebenso sollten Sie unbedingt wissen, was die Unternehmen leisten, von denen Sie Aktien erwerben wollen. Nicht zu vergessen: Legen Sie fest, wie viel Rendite Sie über welchen Zeitraum anstreben. Das bestimmt die Risikobereitschaft Ihrer Anlagestrategie.

Sie benötigen ein Depot

Ihr zweiter Schritt nach Beschaffung des Startkapitals und Informationseinholung ist der Gang zur Bank, um ein Depot zu eröffnen. Die Bank, mit der Sie das Geschäft auch online abschließen können, fungiert als Broker, also als Mittelsmann zwischen den Börsen und Ihnen. Ohne Broker (der nicht zwingend eine Bank sein muss) ist kein Einstieg in die Aktienwelt möglich.

Als Neuling im Aktienhandel können Sie sich vom Broker beraten lassen und Aktien über ihn erwerben. Sie sollten dabei das Risiko streuen – setzen Sie mindestens auf 10 bis 12 unterschiedliche Aktien. Parameter für die Diversifizierung sind bspw. Branchen, Länder und Risikoeinstufungen. Mit Kauf der Anteilsscheine besitzen Sie ein Wertpapier-Depotkonto, auf welches Sie jederzeit zugreifen können. Über kostenlose Online-Simulatoren können Sie auch vorerst ohne echtes Geld üben und sich so mit dem Aktienmarkt vertraut machen, bevor Sie den echten Einstieg in die Aktienwelt wagen.

In Absprache mit Ihrem Anlageberater ist es ratsam, feste Ausstiegskurse zu verabreden. So können Gewinne mitgenommen werden, bevor die Kurse Ihrer gekauften Aktien eventuell wieder stark absinken.

Geld verdienen mit Aktien

Nach Ihrem Einstieg in die Aktienwelt können Sie auf zwei Arten Geld verdienen: Durch die Dividenden der Unternehmen, deren Aktien Sie halten, und/oder über Verkauf der Anteilsscheine bei einem gestiegenen Kurs. Bedenken Sie dabei, dass Sie nur Geld verdienen, wenn Ihre Rendite über der Inflationsrate liegt und alle Kosten eingerechnet sind. 

Aktienhandel ist nämlich bei weitem nicht umsonst. Je nach Broker werden Ihnen für jeden Trade (Kauf, Verkauf) Gebühren und eine Provision berechnet. Auch Depotgebühren können anfallen. Kleinanleger, die die oben genannte Mindestinvestitionssumme nicht aufbringen, sind an der Börse unflexibler. Ein Trade mit 1.000 Aktien ist genauso teuer, wie ein Trade mit 10 Aktien. Pro Aktie hingegen relativieren sich die Kosten bei größeren Mengen.

Veröffentlicht am 9. Oktober 2014
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