Aktien & Börse

So können Sie Ihre Erfolgschancen in der Aktienanlage immens steigern

So können Sie Ihre Erfolgschancen in der Aktienanlage immens steigern
geschrieben von Jörgen Erichsen

Wer in Aktien investieren möchte, sollte sein Vorgehen ebenso sorgfältig planen wie er es z. B. beim Kauf eines PKW oder eines langlebigen Haushaltsgegenstands tut. Tut er es nicht, ist die Gefahr groß, dass man langfristig schlechter abschneidet als möglich wäre. Im Extremfall entstehen sogar hohe Verluste.

Um erfolgreich zu sein sollten Sie diese 3 Fehler vermeiden.

1. Nicht auf vermeintlich gute Kauf- und Verkaufszeitpunkte setzen

Viele Aktionäre sind der Überzeugung, dass sie nur dann Geld verdienen können, wenn sie Aktien zum richtigen Zeitpunkt kaufen und verkaufen, also investieren, wenn die Kurse stark gefallen sind und verkaufen, wenn sie stark gestiegen sind. In Theorie und der Retrospektive funktioniert der Ansatz. In der Praxis gelingt es aber auch Profis nur selten, das Konzept konsequent umzusetzen. Gründe sind zum einen, dass niemand verlässlich vorhersagen kann, wie weit die Kurse noch steigen oder fallen werden.

Die optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkte lassen sich also nicht bestimmen. Zum anderen kommen psychologische Aspekte hinzu: Wenn die Kurse steigen, ist man nicht bereit, zu verkaufen; der Anstieg könnte ja weitergehen. Wenn die Kurse sinken, geht man davon aus, dass es nur eine vorübergehende Korrektur ist und bleibt investiert. Und dann geht es oft sehr schnell nach unten, sodass man, wenn man verkaufen würde, große Verluste realisiert.

Umgekehrt trauen sich nur wenige Börsianer, Aktien zu kaufen, wenn die Kurse stark gefallen sind und die Nachrichtenlage schlecht ist. Es könnte ja noch weiter nach unten gehen. Und die ersten Anzeichen für eine nachhaltige Erholung werden als kurzfristige Korrektur angesehen und man kauft doch nicht zu tiefen Kursen, sondern wartet, bis die Kurse wieder deutlich angestiegen sind.

Unter dem Strich verlieren Anleger mit einer "Timing-Strategie" i.d.R. Geld, auch wenn es sicher immer wieder mal den Fall gibt, dass es klappt. Besser ist es, sich sehr genau über ein Unternehmen zu informieren, und dann gezielt Aktien zu kaufen, und weniger auf den Zeitpunkt des Kaufs zu achten.

Dann besteht zwar das Risiko, dass der Kurs nach dem Kauf fällt, aber bei guten Papieren steigt er meist relativ schnell wieder. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, noch einmal billiger nachzukaufen – vorausgesetzt, man hat noch etwas Kapital zur Verfügung.

2. Auf Vermögensstreuung verzichten

Hinzu kommt bei Privatanlegern oft, dass sie ihr gesamtes Geld, das sie investieren möchten, auf ein oder zwei Karten setzen. Dabei ist gerade im Umgang mit Geld wichtig, dass man sein Kapital breit streut. Das bedeutet, dass man stets mehrere Aktien auch aus unterschiedlichen Branchen kaufen sollte. Geht es bei einem Papier einmal bergab, steigt oft der Kurs der anderen Aktien.

Außerdem muss man darauf achten, dass man sein Geld nicht nur in Aktien anlegt, sondern z. B. auch Anleihen und andere Vermögenspositionen beimischt. Und man sollte sich eine Barreserve halten, um ungeplante Ausgaben begleichen zu können, damit man nicht in einer Phase, an der es an der Börse nicht gut läuft, zwangsweise verkaufen und so echte Verluste einfahren muss.

3. Risiken ignorieren

Viele Aktionäre machen sich im Vorfeld kaum Gedanken darüber, wie sie mit Kursrückgängen auf der einen Seite und echten Verlusten auf der anderen Seite umgehen solle. Sie glauben, dass sie sich immer auf der Gewinnerseite bewegen werden. In der Praxis durchläuft aber jeder Anleger Phasen, in denen es zu Verlusten kommt.

Und hierüber sollte man sich Gedanken machen: Wie stark machen mir Kursrückgänge an sich zu schaffen? Kann ich das aushalten? Denn wer nicht verkauft, realisiert keine Verluste, sondern kann sogar, wenn er z. B. in gute Aktien investiert hat, dennoch erfolgreich sein, etwa, weil das Unternehmen Dividende zahlt.

Oder er kann zukaufen (s. oben). Welchen Verlust in Euro ist man bereit und in der Lage zu tragen, wenn man in schlechten Börsenphasen doch mal verkaufen muss, z. B. weil man für eine größere Reparatur Geld braucht und die Rücklagen aufgezehrt sind? Hier muss jeder Anleger für sich entscheiden, welches Risiko er bereit ist, maximal einzugehen. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass die Stimmung in schlechten Börsenphasen meist ebenfalls rapide sinkt. Auch das muss man aushalten können und spätestens hier macht es sich oft bemerkbar, wenn man sein Vermögen breit gestreut hat und sich nicht alles schlecht entwickelt.

Anleger, die diese Faktoren berücksichtigen und Aktienkäufe gut vorbereiten, bereit sind langfristig zu investieren und auch mal schlechte Phasen "auszusitzen" sind i.d.R. deutlich erfolgreicher als Anleger, die sich über die genannten Punkte wenig Gedanken machen und sich von schlechten Entwicklungen überraschen lassen.

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Jörgen Erichsen

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