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Optionsscheine, Traumzinsen, Grundschuld: Stolpern Sie nicht in diese verlockenden Fallen!

Optionsscheine, Traumzinsen, Grundschuld: Stolpern Sie nicht in diese verlockenden Fallen!
geschrieben von Burkhard Strack

Ein typischer Trick: So werden hoch spekulative Optionsscheine immer wieder an ahnungslose Sparer als sichere Anlage mit hohen Renditechancen verkauft. Die Masche dabei: Die Anlageverwalter geben vor, eine angeblich computergestützte Methode einzusetzen, um das Risiko für Sie als Anleger auszuschließen. Solche Modelle sind blanker Unsinn:

Tatsächlich können Sie mit Optionsscheinen viel Geld verdienen, aber eben auch verlieren. Und tatsächlich kann die Computeranalyse hilfreich sein bei der Ermittlung von aussichtsreichen Werten, aber eben nicht das Risiko der spekulativen Anlage ausschließen. Wer Ihnen das weismachen will, der lügt schlichtweg!

Vertrauen ist der Anfang vom Ende
Wenn man Ihnen nicht nur hohe Zinsen bietet, sondern sie auch noch von einer bekannten Bank garantiert sind, dann kommen selbst die vorsichtigsten Anleger unter Ihnen ins Grübeln. Das wissen auch Anlagehaie und spielen ein übles Spiel mit Ihnen: Für einen geringen Anlagebetrag (meist 1.000 €) bekommen Sie Zinsen zwischen 6% und 10% jährlich, die monatlich ausgezahlt werden. Für die Zinsen bürgt meist ein bekanntes Geldinstitut aus dem Ausland. Ein Vierteljahr bekommen Sie dann regelmäßig Ihr Geld, Sie gewinnen Vertrauen und dann kommt der unweigerliche Anruf: Wenn Sie jetzt statt 1.000 auf einmal 15.000 € investieren, können Sie die Zinsen verdoppeln. Alles garantiert, alles verbürgt. Haben Sie die 15.000 € überwiesen, ist allerdings nur noch eines sicher: Sie können sich von Ihren Traumzinsen und dem angelegten Geld verabschieden, denn jetzt machen sich die Betrüger aus dem Staub.

Die Nummer mit der Grundschuld
Ein ganz fieser Trick: Sie zahlen jahrelang Ihre Immobilie ab und dann bekommen Sie ein fantastisches Angebot: Sie sollen einen Kredit aufnehmen, der – clever angelegt – eine satte Rendite abwerfen soll. Dafür müssen Sie allerdings Ihre Immobilie beleihen. Deshalb besorgen Sie sich einen Grundschuldbrief, der beim Notar hinterlegt wird. Dann lassen sich die Anlagebetrüger eine Vollmacht erteilen – angeblich, um in der Schweiz mit dem Kredit die versprochene Rendite zu erwirtschaften – und holen sich mit dieser Vollmacht den Grundschuldbrief beim Notar ab. Für die Betrüger eine Lizenz zum Geld drucken, für Sie eine Katastrophe: Denn Sie wissen nicht mehr, was mit Ihrer Immobilie passiert und im schlimmsten Fall wird Ihr Haus weggepfändet, weil es als Sicherheit für die Kredite dient, die hinter Ihrem Rücken ohne Ihr Wissen aufgenommen wurden.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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