Aktien & Börse

Fortis: Nachhilfeunterricht für Spitzenbanker trotz Gewinnverdopplung

An sich hätte der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis mit stolzer Brust die Quartalszahlen verkünden können: Der Gewinn ist gegenüber der Vorjahresperiode um 94 Prozent auf 913 Mio Euro gestiegen.

Doch statt einer selbstverliebten Lobesarie holte der Chef von Fortis, Jean-Paul Votron, zum großen Schlag gegen seine Mitarbeiter aus: In den nächsten 12 Monaten sollen die Positionen und Funktionen der 3.000 Spitzenbanker unter die Lupe genommen werden.

Die Banker bei Fortis, die durch das Raster fallen und auch bei den Fortbildungsmaßnahmen nicht überzeugen, werden aussortiert. Die Auffrischung der Führungsebene soll rund 200 Mio € verschlingen. Härter und öffentlichkeitswirksamer hat wohl selten ein Vorstandschef seine Untergebenen kritisiert.
 
Die nächsten Monate werden zeigen, ob dieser Schlag die Spitzenkräfte aufgerüttelt oder aber demotiviert hat. Angesichts der sehr starken Quartalszahlen können Sie den Call von Fortis (WKN 820887) weiter halten.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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