Falsche Vermögensberatung: Schadenersatzansprüche nur innerhalb 3 Jahren

Wertpapiere bringen nicht immer die Rendite, die der Vermögensberater verspricht. Diese Erfahrung musste auch eine Anlegerin machen, die daraufhin Ihre Bank wegen eines angeblichen Beratungsfehlers haftbar machen wollte. Sie forderte mindestens 15.000 Euro Schadenersatz von Ihrem Geldinstitut.

Die Bank hatte für die Kundin nicht nur Wertpapiere gekauft, sondern diese auch in einem entsprechenden Depot verwahrt. Wie es gerade bei Aktien aber passieren kann, verloren die Papiere an Wert. Die Schuld dafür sah die Anlegerin in einer falschen Vermögensberatung durch die Bank – und verlangte von dieser den durch den Kursverlust erlittenen Schaden ersetzt.

Doch die Klage der Frau scheiterte schon daran, dass sie zu spät erhoben wurde. Wer von seiner Bank Schadenersatz wegen einer fehlerhaften oder falschen Vermögensverwaltung verlangen will, muss innerhalb von 3 Jahren Klage einreichen, so die Richter in ihrer Urteilsbegründung (Oberlandesgericht Frankfurt/Main, Aktenzeichen: 23 U 287/05). Wer länger warte, verliere die Ansprüche gegen seine Bank. Die Verjährung wegen einer mangelhaften Beratung der Bank beginne dabei mit dem Tag, an dem das entsprechende Wertpapier erstmals gekauft worden sei.

Veröffentlicht am 10. November 2006