Dividenden Strategie nach Michael O’Higgins: Super schnell Depot erstellen und mehr Rendite kassieren (1)

Benjamin Graham, der Ur-Vater der Value- und Dividenden Strategie, wählte die unpopulärsten Aktien aus dem Dow-Jones mit dem niedrigsten KGV aus. Das niedrige KGV war Grahams Hauptkriterium bei der Auswahl. Die Dividenden Rendite war eher ein sekundäres Kriterium für Graham.

Ende der 1980er-Jahre schlug ein John Slatter vor, die Dividenden Strategie abzuändern. Für die Auswahl sollte wiederum die 10 unpopulärsten Dow-Jones-Werte ausgesucht werden. Allerdings war das Hauptkriterium nicht mehr das niedrigste KGV sondern die Dividenden Rendite der einzelnen Werte.

Nach seiner Idee werden die Werte mit der höchsten Dividenden Rendite als unpopulär bezeichnet. Sie werden auch als "Dogs oft he Dow" bezeichnet. Was so viel heißt wie "Hunde des Dow" oder die schlechtesten Werte des Dow-Jones Index.

Wie Sie Ihren Börsen-Erfolg mit der O’Higgins Dividenden Strategie bedeutend verbessern
Der US-Vermögensverwalter Michael O’Higgins verfeinerte in seinem 1991 erschienen Buch "Beating the Dow" die Dividenden Strategie und brachte sie ganz groß raus.

Er übernahm die Grundidee der Dividenden Strategie von Benjamin Graham und den Vorschlag von John Slatter und fügte der Dividenden Strategie ein neues Element hinzu: Er sortierte die 10 Dow-Jones-Werte mit der höchsten Dividenden Rendite nach dem optisch niedrigsten Börsenkurs. Daraus wählte er dann die 5 Dow-Jones-Aktien mit dem optisch niedrigsten Kurs aus. Weil O’Higgins beobachtet hat, das Aktien mit einem niedrigen Börsenkurs eine höhere Kurs-Volatilität aufweisen.

Benjamin Graham sagte, dass bei der Dividenden Strategie die Kursvolatilität bei soliden Unternehmen mit inneren Werten, kein Risiko bedeuten. Das heißt aber gleichzeitig:

Dass eine hohe Kursvolatilität bei Dow-Aktien als Chance gesehen werden muss, wenn vorübergehende Probleme eines Unternehmens zum Kurssturz führte.

Der 63-Jahre O’Higgins Dividenden Strategie Volatilitäts-Test für mehr Gewinne
James O’Shaughnessy untersuchte die Dividenden Strategie von O’Higgins. Sein Untersuchungs-Zeitraum: 1928 bis 1991, also ein 63-Jahre-Test.

Bei den 10 Dow-Jones werten mit der höchsten Dividenden Rendite, den "Dogs oft he Dow", betrug die Jahres-Volatilität 22,14%. Bei O’Higgins Dividenden Strategie mit den 5 ausgewählten optisch billigeren Aktien ist die Volatilität höher: 25,1% Jahres-Volatilität. Also eine höhere Volatilität von 2,96%! 

10 Minuten Zeitaufwand im Jahr für hervorragende Gewinne
mit der O’Higgins Dividenden Strategie
Den Test nahm Michael O’Higgins als Anlass um seine Dividenden Strategie folgendermaßen zu definieren: "Stellen Sie am Ende des Börsenjahres (31.12.) fest, welche 10 Dow-Jones-Aktien die höchste Dividenden Rendite aufweisen. Kaufe Sie daraus zu Beginn eines Jahres (02.01.) die 5 Dow-Jones-Aktien mit dem optisch niedrigsten Börsen-Kurs zu gleichen Anteilen. Und halten Sie diese Aktien ein Jahr lang unverändert in Ihrem Depot. Nach einem Jahr stellen Sie Ihr Depot anhand dieser Kriterien neu um. Oder lassen es bestehen, wenn die Kriterien noch zutreffen."

Die Dividenden Strategie von O‘Higgins heißt "Small Dogs oft the Dow" oder "Low-5"- Strategie. Der Zeitpunkt 31.12. und kaufen am 02.01. ist von O’Higgins als fester Bezugspunkt für seinen Test gewählt worden.

Dennoch können Sie zu jedem Zeitpunkt einsteigen und die O’Higgins Dividenden Strategie nachvollziehen. Um die Dividenden Rendite festzustellen, brauchen Sie nur die "Jahresdividende pro Aktie durch den aktuellen Aktienkurs teilen."

Lesen Sie im 2. Teil:

  • Wie die Dividenden Strategie nach O’Higgins jährlich die Rendite um 7,7 % verbesserte!
  • Welche Rendite bringt die O’Higgins Dividenden Strategie im DAX? – Der 20 Jahre Test.
  • Dividenden Strategie und Zinseszins-Effekt: Der Turbo für Ihr Depot.
Veröffentlicht am 3. September 2008