Börse: Vorsicht, Pennystocks!

An die Börse gebracht werden können Pennystocks nicht nur in den USA, sondern auch in der Schweiz. Diese Aktien mit extrem kleinen Nominalwerten werden dann überteuert verkauft – eine Masche, die Anleger um ihr Geld bringt. Denn: Um Aktien in der Schweiz an die Börse zu bringen, reicht ein Nennbetrag von 0,01 Franken, das ist die Untergrenze.

Der Gang an die Börse geschieht oft in Bern, dann folgt ein Antrag auf Zulassung im Frankfurter Freiverkehr – für einen Nennwert von 0,10 Franken. Meist haben Initiatoren kleine Unternehmen mit akutem Geldbedarf verpflichtet, die Anteilsmehrheit langfristig zu halten. Die Initiatoren erhalten ein Aktienpaket für ihre Arbeit, das sie nach und nach an der Börse verkaufen.

Allerdings erst, nachdem der Kurs dank fragwürdiger Börsenbriefe stark zum Steigen gebracht worden ist. Durch die geschilderte Technik des Börsengangs erreichen Firmen mit ein paar Millionen Euro Umsatz an der Börse urplötzlich Werte in zweistelliger Millionenhöhe: vollkommen unrealistische Firmenwerte. Die Finanzaufsicht ist bereits tätig geworden. Legen Sie Ihr Geld nicht in Pennystocks an – egal, woher sie kommen.

Veröffentlicht am 13. Juli 2008
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