Börse: Heuschrecke vs. Gewerkschafter

Aus der linken Ecke hat damals der SPD-Vorsitzende Müntefering den Begriff der Heuschrecken geprägt. Damals waren die Börsen im Steigflug.

Schon im Mannesmann-Prozess haben nicht nur Heuschrecken für Aufsehen gesorgt, sondern auch der Gewerkschafts-Boss Klaus Zwickel.

Ok, man kann darüber sicherlich streiten, ob die Aktienoptionen von Hrn. Wendelin Wiedeking in Höhe von 100 mio. gerechtfertigt sind.

Wenn aber ver.di – Chef Frank Bsirske in der Hauptferien-Zeit einen Streik bei der Lufthansa inszeniert und dabei auf viele Tausend Reisende keine Rücksicht nimmt – und er – als deren Aufsichtsrat kostenlos in die Karibik fliegt – natürlich First Class – dann wird mit zweierlei Mass gemessen.

Auch wenn die Lufthansa-Aktien in den letzten 12 Monaten verloren haben, konnten sie in den letzten drei Jahren rund 1/3 zulegen. Auch die Porsche-Aktie hat in den letzten drei Jahren rund 1/3 zulegen können… trotz dem steigendem Rohöl-Preis.  

Wer hat wohl wem mehr Nutzen gebracht? Diese Antwort muss sich selber jeder geben. Man sollte jedoch nicht mit dem Zeigefinger auf andere zeigen, denn die drei anderen Finger zeigen immer auf einen selbst zurück. Auch Gewerkschafter sitzen in einem Glashaus.  

Veröffentlicht am 5. August 2008
Autor
experto.de