Aktien & Börse

Basisanlagen: Auswahl von Anleihen

Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Anleihen, die Sie als Basisanlage verwenden wollen, kommt es vor allem auf Schuldnerqualität, Anleihenwährung, Laufzeit und Höhe des Kupons an. Wir haben diese vier Gesichtspunkte für Sie näher beleuchtet.

Schuldnerqualität: je höher, desto besser
Sie können selbst entscheiden, ob Sie lieber auf eine hohe Bonität des Schuldners und damit auf eine geringere Rendite oder auf eine geringere Schuldnerbonität und damit auf eine höhere Rendite setzen wollen. Denn die Höhe der Rendite können Sie als Preis für das Risiko verstehen, das Sie mit der Verleihung Ihres Geldes an den Schuldner eingehen.

Anleihenwährung: Mit Euro-Anleihen schalten Sie zusätzliche Risiken aus
Selbst wenn Sie Anleihen von Schuldnern guter Bonität erwerben, aber es sich dabei nicht um eine in Euro emittierte Anleihe handelt, gehen Sie damit ein hohes, häufig nur schwer kalkulierbares Risiko ein. Denn Prognosen über die künftige Entwicklung Ihrer Heimatwährung gegenüber irgendeiner anderen außereuropäischen Währung gehören zum Schwierigsten überhaupt und sind selten treffsicher.

Tipp: Halten Sie den Anteil an Fremdwährungsanleihen so gering wie möglich. Wenn Sie auf höhere Renditen erpicht sind als man Sie mit Euro-Anleihen erwirtschaften kann, mischen Sie Ihren Euro-Anleihen besser einen breit streuenden internationalen Rentenfonds bei.

Die Laufzeit: Mit unterschiedlichen Laufzeiten halten Sie Ihre Kursrisiken niedrig
Wenn Sie eine Anleihe mit einem Zinskupon von derzeit beispielsweise 5 Prozent und einer Restlaufzeit von 10 Jahren erwerben, garantiert Ihnen dieser Kupon diese Zinsen Jahr für Jahr bis zum Laufzeitende. Falls die Zinsen kurz danach auf 4 Prozent fallen würden, wäre diese Anleihe für einen Anleger natürlich gegenüber den dann emittierten Anleihen sehr viel mehr wert, sodass Ihr Kurs steigen würde.

Umgekehrt würde der Kurs einer solchen Anleihe fallen, wenn die Zinsen bald darauf um 1 Prozent-Punkt anziehen würden. Denn als Käufer der Anleihe erhalten Sie nach wie vor nur die 5 Prozent jährliche Auszahlung, während Sie am Markt dann ebenso gut Anleihen erwerben könnten, die Ihnen 10 Jahre lang 6 Prozent bieten.

Tipp: Die Auswirkungen von Zinsveränderung auf den Kurs einer Anleihe sind umso größer, je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist. Nur wenn Sie ganz sicher von fallenden Zinsen ausgehen, sollten Sie den Schwerpunkt Ihrer Anleihen auf Restlaufzeiten 10 Jahren und länger abdecken. Denn später anfallende Kursgewinne können Sie nach einer Haltedauer von 12 Monaten steuerfrei vereinnahmen.

Höhe des Kupons: Mit Niedrigzinsanleihen fahren Sie als hoch besteuerter Anleger besser
Wenn Sie zu den hoch besteuerten Anlegern gehören und Ihre Sparerfreibeträge von 1.550/3.100 Euro für Ledige/Verheiratete bereits ausgeschöpft haben, sollten Sie vor allem auf die Nachsteuerrendite achten.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.