Beratung: Die Banken müssen Sie über Risiken von Produkten aufklären

Die Finanzaufsicht BaFin bestimmt in einem Rundschreiben vom Februar, dass die Banken dazu verpflichtet sind, Ihre Kunden nicht nur über Vorteile, sondern auch über Risiken von Produkten aufzuklären. Gleichzeitig sollten die Banken in Beratungsgesprächen verdeutlichen, wie sich Gebühren, Entgelte und Provisionen auf die Weiterentwicklung Ihres Finanzproduktes auswirken.

Dies sind die wichtigsten Punkte für mehr Transparenz im Beratungsgespräch mit der Bank:

  • Die Richtlinien sind für Wertpapierhandelsunternehmen bestimmt; Versicherer sind somit von dieser Regelung befreit. Das bedeutet für Sie als Kunde konkret, dass der Versicherer Sie im Beratungsgespräch weiterhin bei fondsgebundenen Kapitallebensversicherungen über die genauen Risiken im Unklaren lassen kann. Angepriesene Rendite müssen demzufolge nicht halten, was sie versprechen.
    Tipp: Wenn Sie eine sichere Altersvorsorge suchen, sollten Sie von fondsgebundenen Policen absehen.

Eine weitere Ausnahme von diesen Richtlinien des BaFin bilden die Unternehmensanleihen im Direktvertrieb. Diese Anlageform kann also von den Anbietern als sicher und redlich angepriesen werden, auch wenn sie eigentlich als riskant einzustufen ist.

Vorsicht bei Genussrechten! Etwa bei solchen, die Prokon als Postwurfsendung bewirbt. Diese werden häufig alternativ zu Spareinlagen oder Lebensversicherungen angepriesen. Diese Werbeversprechen halten jedoch nicht, was sie versprechen. Wenn Sie als Anleger auf Flexibilität und Sicherheit aus sind, sollten Sie sich von Genussrechten fernhalten.

Veröffentlicht am 11. Juni 2010
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