Auf welche Bankanalysen Sie sich am ehesten verlassen können

Analysten sind in der Vergangenheit viel gescholten worden. Vor allem in den USA tat sich ein Abgrund an Falschinformationen auf. Analysten hatten gegen ihre eigene Meinung Aktien vielfach besser bewertet, weil das der Firmenstrategie der Broker entsprach. Es kam aber auch vor, dass bei zu kritischen Analysen eine Aktie einfach durch eine andere ersetzt wurde, um das Emissionsgeschäft des Hauses nicht zu beeinträchtigen.

Doch die Analysten sind nicht allein schuld am derzeitigen Börsendebakel. Gewiss haben sie die Euphorie mit angeheizt. Aber wie sollen sie exakte Prognosen liefern, wenn die ihnen zur Verfügung stehenden Zahlen etwa auf Bilanzfälschungen beruhen?

Immerhin gibt es gerade am deutschen Aktienmarkt eine Reihe Analysten, deren Ergebnisschätzungen recht zuverlässig sind. Der Londoner Informationsdienst AQ wertete dazu die Ergebnisprognosen (Gewinn je Aktie) der Analysten aus. Interessant dabei: Nicht die Großbanken in der Bankmetropole Frankfurt/M., sondern Banken aus der so genannten Provinz stellen die besten Analysten und Analyseteams.

Natürlich sollten Sie solche Beurteilungen auch nicht überbewerten. Aber die unten stehende Übersicht (Bewertungen von 0 bis 100) zeigt Ihnen, dass nicht immer die hochgelobten Institute in Frankfurt die treffsichersten Prognosen abgeben.

Rang
Institut
Punkte
1
UBS Warburg
38
2
Bayern LB
31
3
BW Bank
30
4
HVB Corp & Mark
30
5
Helaba
29
6
Dresdner Kleinwort
29
7
Berenberg
29
8
Bankgesellschaft Berlin
29
9
J.P. Morgan
29
10
DZ Bank
29
Veröffentlicht am 12. Juli 2008
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