Aktien & Börse

Aktien-Anaylse leicht gemacht: Die Dividenden-Rendite

Aktien-Anaylse leicht gemacht: Die Dividenden-Rendite
geschrieben von Rolf Morrien

Speziell im Frühjahr und Frühsommer gewinnt die Dividenden-Rendite in der Aktien-Analyse an Bedeutung. Der Grund: In den Monaten April bis Juli finden die meisten Hauptversammlungen statt. Einen Tag nach der Hauptversammlung wird dann in Deutschland in der Regel die festgelegte Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Dividendenrendite setzt die erwartete Dividende je Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Der sich daraus ermittelte Prozentsatz ist praktisch die Verzinsung der Aktien-Investition. Beispiel: Die Aktie der Müller AG notiert bei 50 Euro. Die Anleger erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 5 Euro. Die Dividendenrendite beträgt dann für die Müller-AG-Aktionäre 10% (5/50).

Die Dividenden-Rendite wird von vielen Anlegern unterschätzt. Langfristige Studien zeigen, dass Sie mit Aktien Durchschnittsrenditen von 8 bis 10% erreichen können. Viele Anleger halten Aktien, um Kursgewinne zu erzielen. Kursgewinne sind aber nur ein Bestandteil der Gesamtperformance. Die Vergangenheit zeigt, dass fast die Hälfte des Wert-Zuwachses einer Aktienanlage von den Dividenden abhängt. Zahlt ein Unternehmen regelmäßig Dividenden-Renditen in Höhe von 4 bis 5% aus, haben Sie rund 50% des Potenzials schon erreicht.

Die Dividenden-Rendite macht den Unterschied
Eine Reihe von Investoren schaut bei der Geldanlage bewusst in erster Linie auf die Dividenden-Rendite. Insbesondere bei einem langfristigen Vermögensaufbau kann eine hohe Dividenden-Rendite schnell den entscheidenden Unterschied für die Aktienanalyse ausmachen. Bei der Berechnung dieser Kennzahl gibt es jedoch ein methodisches Problem, das nicht befriedigend gelöst werden kann: Berücksichtigt man die zuletzt gezahlte Dividende oder die erwartete zukünftige Dividende?

Die erste Methode hat den Vorteil, dass die Zahlen gesichert sind. Aber der Nachteil liegt ebenfalls auf der Hand: Aus der alten Dividende lässt sich nicht unbedingt auf die zukünftige schließen. Wählt man die erwartete Dividenden-Ausschüttung, muss man immer mit der Ungewissheit leben, ob die Ausschüttungshöhe tatsächlich erreicht wird.

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Rolf Morrien

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