Aktien & Börse

3 wichtige Aspekte, um Kursverluste in Ihrem Depot richtig abzusichern

3 wichtige Aspekte, um Kursverluste in Ihrem Depot richtig abzusichern
geschrieben von Sebastian Hell

Die aktuelle Krise bei Volkswagen zeigt, dass Anleger vollkommen unerwartet von großen Skandalen überrascht werden können. Niemand, weder Banken, Fonds, noch Analysten, hatten im Vorfeld mit einem derartigen Skandal bei VW gerechnet. Viele Anleger stellen sich nun die Frage, wie sie mit ihren Aktien verfahren sollen.

Natürlich gibt es jederzeit die Möglichkeit eines Verkaufs der Aktien. Hat man diese jedoch bereits seit Jahren oder Jahrzehnten im Depot und damals einen sehr günstigen Einstiegspreis erhalten, macht es nicht immer Sinn jetzt zu verkaufen. Allerdings besteht das Risiko, dass die Kurse noch weiter fallen und sich dadurch die restlichen Kursgewinne in Luft auflösen. Daher ist es vernünftig, seine Aktienbestände durch Absicherungsgeschäfte zu schützen.

Setzen Sie CFDs richtig bei der Geldanlage ein

Hinter dem Begriff "CFD" verbirgt sich "Contracts for Difference", auf Deutsch auch Differenzgeschäft genannt. Dabei erwerben Anleger nicht direkt einen Wert, sondern setzen auf die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.

Angenommen Sie kaufen den Deutschen Aktienindex (DAX) bei 10.000 Zählern, dann müssten Sie 10.000 Euro für dieses Geschäft aufwenden. Bei einem CFD jedoch meist nur ein Hundertstel der Summe, also 100 Euro. Sie setzen einfach darauf, dass der DAX steigt und erhalten die Differenz ausgezahlt. Sollte in unserem Beispiel der DAX auf 10.020 Zähler steigen, beträgt Ihr Gewinn 20 Euro, die Sie durch den CFD ausgezahlt bekommen.

Auf fallende Kurse spekulieren!

Mittels CFDs können Sie nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse wetten. Dies war bis vor wenigen Jahren nur Banken und Fonds vorbehalten, kann nun jedoch auch von jedem Privatanleger angewendet werden.

Die Möglichkeit auf fallende Kurse zu setzen, eröffnet jedem Anleger eine neue Welt. Man muss nicht mehr tatenlos zusehen, wenn die Kurse purzeln. Ganz im Gegenteil: Man kann hiervon sogar profitieren, wenn man auf einen Rückgang an den Aktienmärkten wettet.

Mit CFDs Aktiendepot sichern

Hier kommt nun wieder das Beispiel vom Anfang ins Spiel. Angenommen Sie haben Volkswagen-Aktien im Depot und wollen aufgrund eines guten Einstiegskurs nicht verkaufen. Mittels eines CFD-Geschäfts auf Volkswagen können Sie auf fallende Kurse setzen und dadurch Ihr Depot schützen.

Liegen beispielsweise 100 VW-Aktien bei Ihrer Bank, dann verkaufen Sie ganz einfach 100 Aktien-CFDs auf Volkswagen. Fällt der Kurs weiter, nimmt Ihre Aktienposition an Wert ab, dafür gewinnt die CFD-Position 1:1 an Wert dazu. Sie haben also Verluste der Aktien durch Gewinne bei den CFDs ausgeglichen. Ein Verkauf der Aktien ist somit nicht notwendig. Sobald Sie das Gefühl haben, dass der VW-Kurs sich wieder stabilisiert, lösen Sie die CFDs auf und Sie verdienen wieder an zukünftigen Wertsteigerungen der Aktien.

Über Ihren Experten

Sebastian Hell

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