3 Tipps, wie Sie einen guten Finanzberater erkennen können

guter Finanzberater

Die Branche der Finanzberater ist bunt. Viele haben eine exzellente Ausbildung, wissen was sie tun und sind engagiert dabei, Lösungen für ihre Kunden zu finden. Andere landen eher durch Zufall in der Branche und wurden in einem Wochenendschnellkurs zu Finanzfachleuten. Woran erkennen Sie einen guten Finanzberater?

Jeder Bundesbürger hat mehr oder weniger Bedarf an guter Finanzberatung. Die meisten haben sogar einen größeren Bedarf, als ihnen in der Regel bewusst ist. Viel zu viele Möglichkeiten sich zu versichern, Geld anzulegen, für das Alter vorzusorgen oder Steuern zu sparen gibt es – und die Schule hat Ihnen selbst bis zum Abitur dafür nichts beigebracht.

Reichte es vor 30 Jahren vielleicht noch, wenn man seinen Sparkassenmitarbeiter kannte und seine Versicherungen beim Vertreter der Hamburg Mannheimer auf dem Sofa abschloss, so sind die Anforderungen in den Jahren deutlich gestiegen.

Waren früher Hausrat und Haftpflicht noch überall gleich, war es nur ein unterschiedlicher Service, der die Versicherer unterschieden hatte. Das ist heute komplett anders. Jede Gesellschaft hat diverse Tarife, Verträge werden je nach Lebenssituation komplett anders notwendig. So unterschiedlich wie heute die Autos sind, sind auch die Policen. Mit einem großen Unterschied in Leistungen und Preisen.

Bei den Geldanlagen und Bankdienstleistungen ist es ähnlich. Wer nur Tagesgeldkonditionen vergleichen will, der benötigt heute den Zugang zum Internet. Das reicht. Wie aber soll das Internet Ihre persönliche Lebenssituation bewerten und dafür geeignete Produkte auswählen und dann am besten noch unterschiedliche Anlagen z. B. mit verschiedenen Laufzeiten individuell aufeinander abstimmen. Dafür braucht es nach wie vor Menschen.

Wie also findet man ihn oder sie – den idealen FinanzberaterIn?

1. Unabhängigkeit

Ein Versicherungsvertreter oder Bankmitarbeiter ist immer Angestellter des jeweiligen Instituts. Er oder sie ist weisungsgebunden und hat die Vorgaben des Unternehmens einzuhalten.

Es ist ein typisch deutsches Phänomen, bei einem Institut alles machen zu wollen. Wenn Sie einen Staubsauger benötigen, würden Sie dann in eine Philips-Filiale gehen? Würden Sie erwarten, dass man Ihnen dort sagt, dass Siemens die besseren Staubsauger hat? Manche Menschen glauben noch immer, dass sie in einer Bank unabhängig beraten werden. Das sind seit der Finanzkrise 2008 deutlich weniger geworden.

Nur die Unabhängigkeit von einem Unternehmen sichert Ihnen zumindest die Chance, dass der Berater bessere Produkte auswählen darf.

2. Die Ausbildung

Während Sie bei einem Malerbetrieb davon ausgehen können, dass der Maler seinen Beruf richtig gelernt hat, war dies im Bereich Finanzdienstleistungen zumindest bisher nicht der Fall. Dort gab es keine Zugangsbeschränkungen. Das ändert sich zum Glück ab 2013.

Fragen Sie ruhig jeden, welche Ausbildung er/sie absolviert hat. Fragen Sie auch, wie lange diese Ausbildung gedauert hat. Eine Abschluss als Versicherungsfachmann kann man z. B. als Ungelernter in 6 Wochen abschließen. Je mehr Aus- und Weiterbildung, desto besser, denn heute verändert sich der Markt massiv. Da ist Weiterbildung Pflicht.

3. Erfahrung

Wie lange ist er oder sie schon im Markt tätig. Und in welchen Bereichen. Wer mal 5 Jahre Versicherungen verkauft hat, sich dann als Immobilienmakler versucht hat, um heute Anlageberatung zu machen, ist nur bedingt mit langjähriger Erfahrung bestückt.

Wer bereit und in der Lage ist, Ihnen auf die oben genannten Punkte offen zu antworten und dessen Antworten überzeugen, ist sicher auf dem richtigen Weg und in der Lage mit Ihnen gemeinsam Ihre finanzielle Zukunft  sicher anzugehen.

Veröffentlicht am 11. Juni 2012